Kläranlage in Donrath
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Abfallentsorgung

Beim Aggerverband fallen jährlich etwa 25.000 bis 27.000 t Abfälle an. Der überwiegende Anteil von etwa 95 % (kommunaler Klärschlamm, Sandfang und Rechengut) entsteht bei der Abwasserreinigung. Die restlichen 5 % stammen aus weiteren Aufgabenbereichen des Aggerverbandes: aus der Gewässerunterhaltung, dem Kanalbetrieb, von Baumaßnahmen, aus der Trinkwasseraufbereitung und aus dem Labor.
Der Bereich Abfallentsorgung kümmert sich um den Transport der flüssigen Roh- und Faulschlämme, des Rechen- und Sandfangguts, des entwässerten Klärschlamms sowie der ordnungsgemäßen Entsorgung aller Abfallfraktionen.

Aggerverband Abwasser - Abfallentsorgung Zentrifuge

Klärschlamm

Bei der biologischen Abwasserbehandlung fällt in allen Kläranlagen des Aggerverbandes zunächst sogenannter Rohschlamm an. Dieser wird in 19 der 30 Kläranlagen in Faultürmen weiterbehandelt. Von den elf Anlagen ohne Faulturm wird der Rohschlamm zu den Faulturmanlagen transportiert. Das hierbei entstehende Faulgas/Klärgas wird zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt, um den externen Energiebedarf der Kläranlagen zu reduzieren. Übrig bleibt  Faulschlamm, der nun noch mittels Zentrifugen und Kammerfilterpressen entwässert wird. Hierdurch wird dem flüssigen Faulschlamm ein Großteil des enthaltenen Wassers entzogen, sodass die Transportkosten auf ein Minimum gesenkt werden können. Diese Entwässerung findet auf sieben Anlagen statt, zu denen der Faulschlamm von zwölf Anlagen mittels Tankfahrzeug transportiert wird. Von den Entwässerungsanlagen wird der Klärschlamm schließlich mit Lkw zur endgültigen Entsorgung an eine Klärschlamm-Verbrennungsanlage geliefert.

Rechengut

Etwa 1.000 Tonnen Rechengut fallen in allen Anlagen an und müssen ordnungsgemäß entsorgt werden. Etwa ein Drittel wird in der Reststoffbehandlungsanlage Bickenbach gewaschen und entwässert. Der gewaschene Rest wird der Verbrennung zugeführt. Ca. 45% werden auf den einzelnen Anlagen schon so gut gewaschen, dass sie direkt zur Verbrennung gebracht werden können. Alle hierfür erforderlichen Transporte führt der AV-eigene Containerdienst durch. Die restlichen ca. 20% werden auf den kleineren Anlagen in geschlossenen Boxen gesammelt und gekapselt der weiteren Entsorgung zugeführt. Daraus ergeben sich gleich mehrere Vorteile: Das Umladen der Rechengut-Container und die Verarbeitung in der Reststoffbehandlungsanlage entfallen. Außerdem wird die Atmosphäre in den Rechenhäusern aus hygienischer Sicht wesentlich verbessert.

Sandfanggut

Auch ca. 1.000 Tonnen Sandfanggut aus den Kläranlagen müssen entsorgt werden. Zurzeit wird diese Fraktion in der Reststoffbehandlungsanlage gewaschen. Danach verbleiben noch etwa 400 Tonnen Sand, die die Grenzwerte der Deponieverordnung einhalten und auf der Zentraldeponie Leppe abgelagert werden. Grobstoffe aus der Sandbehandlung werden ebenfallsauf der Leppe-Deponie entsorgt. Momentan werden Vorbereitungen getroffen, um das Sandfanggut auch ungewaschen entsorgen zu können, sodass zukünftig ein weiterer Entsorgungsweg zur Verfügung steht.

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