Die Aggertalsperre: Staumauer aus der Vogelperspektive.
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Corona-Bürgerinformation

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die globale Entwicklung durch das neuartige Corona-Virus führt auch bei den Arbeitsabläufen bei den Mitarbeiter-/innen des Aggerverbandes zu notwendigen Veränderungen, um auch in dieser besonderen Zeit, die in den vergangenen Wochen zu einer weitgehenden Stilllegung des öffentlichen Lebens geführt hatte, in der Lage zu sein, die Versorgung in unserem Verbandsgebiet sicherzustellen.

Sie dürfen versichert sein, dass der Aggerverband auch weiterhin alles dafür tut, um seinen Beitrag zum Wohl der Bevölkerung in seiner Region auch während dieser schwierigen Situation zu gewährleisten. Sowohl die Trinkwasseraufbereitung als auch die Abwasserreinigung sind neben dem Hochwasserschutz lebenswichtige Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge, die auch bei einer Reduzierung des öffentlichen Lebens weiter gesichert sein müssen.

Prof. Dr. Lothar Scheuer
Prof. Dr. Lothar Scheuer | Vorstand Aggerverband

Der Aggerverband unternimmt daher alles Notwendige, um seine Leistungsfähigkeit zum Wohle aller zu erhalten und neben der Gesundheit aller Bürger/-innen auch seine Mitarbeiter/-innen möglichst umfassend zu schützen:

  • ein Krisenstab bewertet bei Bedarf die Lage im Verbandsgebiet und trifft notwendige Entscheidungen,
  • die Sicherung des ordnungsgemäßen Anlagenbetriebs ist vorrangig vor anderen Aufgaben zu gewährleisten,
  • Mitarbeiter im Betrieb arbeiten als kleine, feste Teams
  • Besprechungen werden auf ein Mindestmaß zurückgefahren und als Telefon- oder Videokonferenzen durchgeführt,
  • Ein Großteil der Mitarbeiter/-innen arbeitet im Home-Office, um persönliche Kontakte zu verringern.

Leider lassen sich auch für die Öffentlichkeit aktuell einige Einschränkungen nicht vermeiden, die einer Verbreitung des Corona-Virus entgegenwirken sollen:

  • das Verwaltungsgebäude des Aggerverbandes in der Sonnenstrasse 40 in Gummersbach darf durch externe Besucher zurzeit nur nach telefonischer Voranmeldung und in Ausnahmefällen betreten werden,
  • der Aggerverband führt bis auf weiteres keinerlei öffentliche Veranstaltungen durch,
  • Führungen und Besichtigungen von Talsperren, Kläranlagen oder Wasserwerken sind bis auf Weiteres nicht möglich.

Ich bin überzeugt, dass wir durch diese Maßnahmen sicherstellen, dass der Aggerverband seine Aufgaben auch in den nächsten Wochen umfassend erfüllen kann.

Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie hier:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/coronavirus-uebertragung-ueber-das-trinkwasser

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/4031/dokumente/uba_covid_badegewaesser_2020-03-27_0.pdf

https://de.dwa.de/de/gef%C3%A4hrdung-durch-coronavirus.html

Ich bedanke mich für Ihr Verständnis und wünsche Ihnen und Ihren Familien in diesen schwierigen Zeiten alles erdenklich Gute.

Bleiben Sie gesund!

Prof. Dr. Lothar Scheuer

Vorstand

Corona-Virus: Aktuelle Fragen und Antworten

FAQs zum Thema "Corona-Virus und Versorgungssicherheit in der Wasserwirtschaft"

Das aktuelle „Herunterfahren des öffentlichen Lebens“ dient nicht nur dem Schutz unseres Gesundheitssystems vor einer Überlastung durch ein schwallartiges Ansteigen der Infektionszahlen. Auch die gesamte öffentliche Infrastruktur muss davor geschützt werden. Dazu gehört an vorderster Stelle die Wasserwirtschaft mit der Trinkwasserversorgung und der Abwasserreinigung.

Wie bewertet die Wasserwirtschaft aktuell die Situation? Ist die Versorgung mit Trinkwasser gesichert?

Die Unternehmen der Wasser- und Abwasserwirtschaft stehen bezüglich der fortlaufenden Entwicklungen in engem Austausch miteinander sowie mit Ministerien, Behörden und Institutionen. Auch der Aggerverband tauscht sich mit anderen Unternehmen über getroffene Maßnahmen und die zu verfolgende Strategie aus und lernt so von den Erfahrungen anderer.

Derzeit sehen die Unternehmen und auch der Aggerverband kein Risiko für die Versorgungs- und Entsorgungssicherheit. Es werden regelmäßig Risikobewertungen durchgeführt, da sich die Lage regional und national als sehr dynamisch erweist. Die Situation muss vor dem Hintergrund der zunehmenden Krankheitsfälle sowie der Dauer der Pandemie immer wieder neu bewertet werden.

Wie sind die Unternehmen der Wasserwirtschaft für den Notfall aufgestellt?

Die Wasserbranche hat im Rahmen ihres Krisen- und Notfallmanagements Prozesse aufgesetzt, die regelmäßig getestet, geprüft und evaluiert werden. Für Krisenfälle werden die Unternehmen der Wasserwirtschaft bei Bedarf in lokale und regionale Krisenstäbe der Landkreise eingebunden.

Die Wasserwirtschaft nutzt in weiten Teilen modernste Kommunikations- und Fernwirktechnik und verfügt über einen hohen Automatisierungsgrad ihrer Anlagen.

Sind die Unternehmen der Wasserwirtschaft auf Krisenfälle vorbereitet?

Als Betreiber kritischer Infrastrukturen ist das Krisen- und Notfallmanagement für die Wasserwirtschaft eine Daueraufgabe höchster Priorität.

Neben den Vorsorgemaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die jederzeitige Sicherstellung der Wasserversorgung und die ordnungsgemäße Reinigung des Abwassers das oberste Ziel. Ver- und Entsorger haben unternehmensspezifische Pandemie-, Vorsorge- und Notfallpläne erarbeitet, auf die jetzt zurückgegriffen wird. Zuletzt wurden diese bei der Vogelgrippe-Epidemie im Jahre 2006 erfolgreich eingesetzt.

Welche Maßnahmen treffen die Unternehmen der Wasserwirtschaft?

Die Unternehmen – so auch der Aggerverband – haben ihre Maßnahmen der jeweiligen Situation angepasst und im Sinne von Eskalationsstufen folgende Maßnahmen getroffen:

Stufe 1 der Maßnahmen:

Dazu gehören die Einsetzung von Präventions- bzw. Krisenstäben, die regelmäßig tagen. Krisenstabssitzungen dienen zur Analyse der Entwicklungen sowie zur Koordination darauf abgestimmter Maßnahmen. Beim Aggerverband tagt der Krisenstab regelmäßig und seit geraumer Zeit nur noch physisch voneinander getrennt per Telefon- oder Videoschaltung.

Seit dem Auftreten des Corona-Virus in Deutschland, bzw. im Verbandsgebiet des Aggerverbandes werden die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes zum Schutz der Beschäftigten vor Infektionen konsequent in der betrieblichen Praxis umgesetzt. So wurden vom Aggerverband in der ersten Phase alle Mitarbeiter/-innen, die direkten und mittelbaren Kontaktpersonen zu Infizierten hatten, aufgefordert, vorsorglich zuhause zu bleiben. Erst nach Ablauf der bekannten 14-Tages-Frist und bei nicht vorhandenen Symptomen durften und dürfen diese Mitarbeiter/-innen zurück zur Arbeit kommen.

Stufe 2 der Maßnahmen:

In dieser Phase ist auch für die Wasserwirtschaft die Durchsetzung der dringend erforderlichen Maßnahmen zur Schaffung von Abstand unter den Beschäftigten von oberster Priorität. So hat der Aggerverband alle Mitarbeiter/-innen, die von der Aufgabe in der Lage sind, von zuhause zu arbeiten, ins Homeoffice versetzt. Dies betrifft rund 100 Mitarbeiter/-innen. Es sind lediglich die Abteilungsleitungen besetzt, über die die gesamte Steuerung gemeinsam mit dem Vorstand erfolgt.

Alle Dienstreisen und alle Besuche Dritter auf den Anlagen oder in den Gebäuden des Aggerverbandes sind abgesagt.

Die betrieblichen Mitarbeiter/-innen sind in kleine, feste Teams aufgeteilt, die in vielen Fällen ihre Arbeit direkt von zuhause aus aufnehmen. Ein Kontakt unter den Gruppen wird so vermieden.

Durch die vorbeschriebenen Maßnahmen wird die weitere Ausbreitung des Virus wirkungsvoll unterbunden und gleichzeitig die volle Betriebsbereitschaft des Aggerverbandes sichergestellt.

Wie kann sichergestellt werden, dass in den besonders sensiblen Bereichen der Unternehmen auch bei erheblicher Zunahme an Infektionen immer genügend Mitarbeiter zur Verfügung stehen?

Größtes Augenmerk legen die Unternehmen auf die Sicherstellung von betriebsnotwendigem Personal. Die Wasserwirtschaft nutzt in weiten Teilen Fernwirktechnik und verfügt über einen hohen Automatisierungsgrad. Besondere Beachtung finden Arbeitsbereiche wie Leitstellen, aber auch Entstörungsdienste und Bereitschaften. Hier werden zusätzlich folgende vorsorgliche Maßnahmen ergriffen.

Diese werden auch vom Aggerverband umgesetzt.

  • Zutrittsbeschränkungen für relevante Gebäude (z. B. der Leitstelle)
  • Der Schutz des Schlüsselpersonals zur Sicherstellung der betrieblichen Abläufe innerhalb der Organisation zur Sicherstellung eines Notbetriebs (z. B. Besatzung der Leitstelle).
  • Ggf. die Isolierung von notwendigem Fachpersonal für den Betrieb sensibler Bereiche voneinander (Bildung von kleinen Teams ohne Kontakt zueinander).
  • Ggf. Vorkehrungen, dass Personal bei Auftreten eines Verdachtsfalls im Team aus getrennten Räumen oder auf Anlagen einzeln arbeiten kann.
  • Die Planung des Personaleinsatzes nach ausgearbeiteten Notfallschichtplänen.
Angenommen, bestimmte Regionen werden unter Quarantäne gestellt oder unter Ausgangssperren gestellt: Wie kann die personelle Besetzung von wichtigen technischen Betriebsteilen sichergestellt werden?

Werden Gebietsquarantänen (sowohl Ausgangs- als auch Zutrittssperren) angeordnet, muss mit der Anordnung sichergestellt werden, dass Ausnahmeregelungen für den Einsatz betriebsnotwendigen Personals der Ver- und Entsorger ausgesprochen werden, wie sie auch für medizinisches Personal gelten. Die Unternehmen der Wasserwirtschaft sind hierzu bereits vorsorglich mit den zuständigen Behörden in Kontakt.

Entsprechende Bescheinigungen sind zwischen dem Aggerverband und den Behörden abgestimmt. Darüber hinaus verfügt der Aggerverband über entsprechende Ausweispapiere.

Wie steht es um die Belieferung mit wichtigen Vorprodukten wie zum Beispiel Ersatzteilen?

Ein Ausfall der Lieferkette ist aktuell nicht akut, da auf den meisten Anlagen sensible Ersatzteile redundant vorhanden sind bzw. vorgehalten werden. Zudem werden alternative Lieferanten geprüft, insbesondere von betriebsnotwendigen Verbrauchsstoffen. Auch der Aggerverband hat entsprechende Vorkehrungen getroffen bzw. ist entsprechend aktiv.

Durch den Ausfall von Zulieferern ist jedoch bereits jetzt absehbar, dass es zu Verzögerungen bei Bauprojekten kommen kann.

Auch hier muss eine tagesaktuelle Bewertung erfolgen, wenn es zu einem Ausfall von Wirtschaftszweigen kommt, die für die Zulieferung relevant sein können. Notwendig ist weiterhin die Sicherstellung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs.

Welche Gefährdung geht von Trinkwasser aus?

Mit Blick auf die Wasserversorgung hat das Umweltbundesamt bestätigt, dass Trinkwasser, das „unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt“ wird, „sehr gut gegen alle Viren, einschließlich der Corona-Viren, geschützt“ ist.

Trinkwasser ist anerkanntermaßen das am stärksten kontrollierte Lebensmittel und wird nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und in das Leitungsnetz verteilt. Eine Übertragung des neuartigen Corona-Virus erfolgt nach derzeitigem Wissensstand vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen oder kontaminierte Flächen. Bereits aus diesem Grund ist die Gefahr der Infizierung über das Trinkwasser auszuschließen.

Darüber hinaus stellt das in Deutschland seit Jahrzehnten eingeführte Multibarrieren-System, bestehend aus Ressourcenschutz (u. a. Ausweisung von Wasserschutzgebieten), Wassergewinnung, Wasseraufbereitung und Wasserverteilung unter Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik sowie die fachgerechte Planung, der Bau und der Betrieb einer Trinkwasser-Installation (u. a. korrekte Absicherung) eine sichere Grundlage zur Vermeidung wasserbedingter Epidemien dar.

Im Verantwortungsgebiet des Aggerverbandes wird Trinkwasser aus Talsperren gewonnen. Dort werden aufwändige technische Verfahren eingesetzt, mit denen die Grenzwerte und Anforderungen der Trinkwasserverordnung eingehalten werden.

Welche Gefährdung geht von Abwasser aus?

Coronaviren könnten beim Händewaschen oder über die Ausscheidungen in das Abwasser gelangen.

Beim Händewaschen beschädigen Seife und Detergentien die Virushülle, so dass der Erreger inaktiviert wird und somit nicht mehr ansteckend wirkt.

Coronaviren können mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Der Virologe Christian Drosten und sein Team der Berliner Charité konnten bei infizierten Patienten aus München große Mengen Viren-Erbgut im Stuhl nachweisen, jedoch keine infektiösen Coronaviren.

Daher ist davon auszugehen, dass über das Abwasser keine Ansteckungsgefahr ausgeht. Selbst wenn einige Viren oder Bruchstücke derselben den Weg ins Einleitgewässer finden sollten, ist ein infektiöser Kontakt mit dem Wasser des Einleitgewässers in höchstem Maße unwahrscheinlich.

Welche Hygienepapiere dürfen neben Toilettenpapier ins Abwasser?

Die Knappheit an Toilettenpapier im Zusammenhang mit den Hamsterkäufen der letzten Zeit hat auch dazu geführt, dass Küchenpapier und Feuchttücher ebenfalls ausverkauft sind.

Toilettenpapier besteht weitgehend aus einem organischen Material, das sich im Wasser schnell auflöst und damit kein Problem für die Abwasserableitung und Abwasserreinigung darstellt. Zwar besteht auch Küchenpapier zumeist aus einem organischen Material, das aber saugfähiger und haltbarer ist. Die Nutzung von Küchenpapier für den Gang zur Toilette und die Entsorgung über das Abwasser sollte vermieden werden, da es dafür nicht ausgelegt ist.

Für Feuchttücher liegen entsprechende Erkenntnisse bereits seit einigen Jahren vor. Sie bestehen aus Kunststofffasern, die sich nur sehr langsam auflösen – jedenfalls deutlich langsamer als die Tücher durch die Kanalisation zur Kläranlage brauchen. Dabei lagern sich Feuchttücher gerne in Pumpen ab, bilden dort Verstopfungen und setzen die Pumpen außer Betrieb. Feuchttücher sind regelrechte „Pumpenkiller“. Die Schäden müssen mit einem entsprechenden Personalaufwand behoben werden – die Kosten dafür tragen alle über die Schmutzwassergebühr mit.

Die Wasserwirtschaft bittet die Verbraucher/-innen deswegen eindringlich, für den Toilettengang ausschließlich Toilettenpapier zu nutzen. Feuchttücher, Papiertaschentücher, Küchenrollen o. Ä. haben in der Toilettenspülung nichts verloren und müssen in der Restmülltonne entsorgt werden!

Was ist bei vorübergehenden Stilllegungen von Trinkwasser- Installationen in Gebäuden zu beachten?

Sollten Sie in der Situation sein, im Rahmen der Maßnahmen gegen das Coronavirus einen Betrieb, ein Gebäude oder eine Gebäudeeinheit (z. B. Wohnung) nicht mehr nutzen zu können, müssen Sie auch sicherstellen, dass die Qualität des Trinkwassers dort auch weiterhin geschützt ist. Hier wird beschrieben, was Sie bei der vorübergehenden Stilllegung der Trinkwasser-Installation zu beachten haben.

Was heißt das für Sie?

Sollte abzusehen sein, dass Sie die Anlage bis auf weiteres nicht mehr benutzen, müssen Sie

  • entweder den bestimmungsgemäßen Betrieb aufrechterhalten
  • oder die Trinkwasser-Installation vorübergehend stilllegen (Betriebsunterbrechung).

 

Was ist der bestimmungsgemäße Betrieb?

Bestimmungsgemäßer Betrieb einer Trinkwasser-Installation bedeutet die Durchströmung, das heißt, die regelmäßige Nutzung aller Wasserhähne und anderer Entnahmestellen (Duschen, Toiletten…) im Gebäude bzw. in der Wohnung.

Der bestimmungsgemäße Betrieb einer Trinkwasser-Installation ist dann gegeben, wenn das Trinkwasser in der Anlage mindestens alle sieben Tage, besser alle drei Tage, vollständig ausgetauscht wird. Dies kann durch regelmäßiges Öffnen aller Wasserhähne sichergestellt werden (z. B. wenn Sie in den Urlaub fahren und jemand Ihre Blumen gießt, sollte die Person alle Wasserhähne einmal pro Woche öffnen und das Wasser fließen lassen). Ein solcher bestimmungsgemäße Betrieb kann auch durch Spülarmaturen automatisch sichergestellt werden. Es gibt verschiedene Anbieter solcher Armaturen auf dem Markt.

 

Was bedeutet es, die Trinkwasser-Installation vorübergehend stillzulegen (Betriebsunterbrechung)?

Bei einer längerfristigen Stilllegung einer Trinkwasser-Installation in einem Gebäude ist diese mit Trinkwasser befüllt zu belassen und am Hausanschluss an der Hauptabsperrarmatur abzusperren. Sind eine Wohnung und kein ganzes Gebäude betroffen, ist die Absperrarmatur in der Zuleitung zur Wohnung abzusperren.

Nur in wenigen Ausnahmefällen ist es notwendig, die Anlage zu entleeren. Dies ist möglichst zu vermeiden, da durch die Entleerung auch Verschmutzungen und Verkeimungen in die Trinkwasser-Installation eingetragen werden können.

 

Wie wird eine Trinkwasser-Installation wieder in Betrieb genommen?

Wenn Sie Ihren Betrieb wieder aufnehmen, müssen Sie auch die Trinkwasser-Installation wieder in Betrieb nehmen. Hierzu genügt es üblicherweise, alle Entnahmestellen vollständig zu öffnen und das Wasser bis zur Temperaturkonstanz abfließen zu lassen. Dies können Sie leicht überprüfen, indem Sie Ihren Finger in den Wasserstrahl halten, bis sich die Temperatur des kalten Trinkwassers sich nicht mehr ändert.

Sollte Ihre Trinkwasser-Installation entleert oder länger als sechs Monate im befüllten Zustand belassen worden sein, beauftragen Sie bitte ein Fachinstallationsunternehmen zur sicheren Wiederinbetriebnahme der betroffenen Trinkwasser-Installation.

 

Wie finden Sie ein Fachinstallationsunternehmen?

Ihr zuständiger Wasserversorger (Stadtwerke, Gemeindewerke, etc.) erteilt Auskunft über zugelassene und qualifizierte Installationsunternehmen (Vertragsinstallationsunternehmen).

Fragen Sie den Fachbetrieb, ob dieser ein Vertragsinstallationsunternehmen im Sinne der Ortssatzung oder im Sinne der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fachwasser (AVBWasserV) ist, denn nur diese dürfen an der Trinkwasser-Installation arbeiten.

Nähere Informationen zum Betrieb Ihrer Trinkwasser-Installation geben Ihnen die Website des DVGW und des regionalen Installateurausschusses Bergisches Land:

https://www.dvgw.de/themen/wasser/verbraucherinformationen/trinkwasser-installation/

und

http://www.ria-live.de/

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