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Erneuerung der Beplankung des Dachwehres Staustufe Osberghausen

Foto: Wiederanstau Stauanlage Osberghausen (Quelle: Aggerverband)

Nach fast siebzig Betriebsjahren wurde es dringend erforderlich, die Beplankung des Dachwehres zu erneuern, da durch das überströmende Wasser die alte Beplankung stark in Mitleidenschaft gezogen war und der statisch erforderliche Mindestquerschnitt in einigen Bereichen nicht mehr vorhanden war.

Eine Nachfrage beim Hersteller des Dachwehres ergab, dass der Bereich Instandhaltung aufgelöst worden war und diese Arbeiten somit nicht mehr angeboten und durchgeführt werden konnten. Auch die Nachfrage nach Detailplänen, insbesondere über die Ausführung der Beplankung, wurde abschlägig beschieden.

Im Rahmen einer Internetrecherche fand sich eine Dokumentation über die Generalüberholung des Dachwehres in Rottenburg am Neckar. Die Stadtwerke Rottenburg erklärten sich auf Nachfrage bereit, dem Aggerverband anlässlich eines Ortstermins umfassende Informationen zu den Sanierungsarbeiten zu geben und unterstützten desweiteren mit Detailplänen zur Beplankung, nannten  Ansprechpartner für Lieferung und Zuschnitt des Holzes sowie Fachunternehmen, die bei der Detailplanung der Erneuerung behilflich waren und später die Montage übernahmen.

Für die Erneuerung der Beplankung wurde die Staustufe in der 7.KW entleert. Der Ausbau der Beplankung erfolgte dann im Schneetreiben in der zweiten Aprilwoche.

Im Anschluss erfolgten umfangreiche Reinigungsarbeiten durch den FB Talsperren und eine Schadensaufnahme im Bereich des Stahlbaues, welcher vorher nicht zugänglich war.

Neben umfangreichen Schweißarbeiten im Bereich der Laufflächen der Rollen der Oberklappe wurde auch die Erneuerung des Korrosionsschutzes erforderlich. Sämtliche Korrosionsschutzarbeiten wurden ebenfalls durch den FB Talsperren selbst durchgeführt.

Neben den Arbeiten am Dachwehr selbst, wurden im Steuerhaus noch drei Schütztafeln erneuert. Der Ausbau der alten Schütztafeln und die erforderlichen Stemmarbeiten für den Einbau erfolgten größtenteils in Eigenleistung durch den Aggerverband.

Nach Abschluss der Stahlbau- und Korrosionsschutzarbeiten konnte in der ersten Septemberwoche mit der Montage der neuen Beplankung begonnen werden. Nach Abschluss der Montagearbeiten wurde umgehend das Staubecken angestaut und das Dachwehr erfolgreich wieder in Betrieb genommen.

Die Arbeiten am Dachwehr wurden durch den verregneten Sommer und damit einhergehenden Hochwässern massiv erschwert. Die Wehrgrube und der Bereich des Steuerkanals wurden dreimal mit Sediment so verlegt, dass umfangreiche Räumarbeiten durch den FB Talsperren unter Zuhilfenahme von Spülwagen erforderlich wurden.

Das Hochwasser vom 14.07.2021 führte dazu, dass große Teile des Gerüstes zerstört wurden, das Wehr komplett mit Bäumen, Ästen und Unrat verlegt wurde und Richtarbeiten an der Stahlkonstruktion erforderlich wurden.

Dem großen Einsatz aller Mitarbeiter des FB Talsperren ist es zu verdanken, dass trotz aller widrigen Bedingungen, die Arbeiten noch im September erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

 

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