Hohe Nitratwerte beim Aggerverband kein Thema

Gummersbach, 09. August 2017. Entgegen der aktuellen Schlagzeilen, ist beim Aggerverband von einer Erhöhung der Trinkwasserpreise aufgrund der hohen Nitratbelastung keine Rede.

Mit 8,7 Milligramm Nitrat pro Liter, befindet sich der Nitratwert des Trinkwassers beim Aggerverband weit unter dem erlaubten Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter. Aufgrund dieses sehr niedrigen Wertes, sind zusätzliche und sehr kostenintensive Aufbereitungsverfahren nicht erforderlich. Die hohen Nitratbelastungen befinden sich hauptsächlich in Grundwässern in der Nähe von landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen, wie z. B. am Niederrhein. Der Aggerverband gewinnt das Trinkwasser in seinen Wasserwerken Erlenhagen und Auchel aus dem Oberflächenwasser der Genkel- und Wiehltalsperre. Das Einzugsgebiet der Talsperren ist geprägt von großen Wald- und Wiesenflächen.

Damit die Zuläufe der Talsperren möglichst frei von Niratbelastungen bleiben, ist der Aggerverband vor fast 25 Jahren eine Kooperation mit den Landwirten, deren Betrieb im Einzugsgebiet der Trinkwassertalsperren liegen, eingegangen. Dazu gehört u.a. eine Beratung für die Landwirte zur pflanzengerechten Düngung. So wird erreicht, dass nicht zu viel Düngemittel ins Wasser gelangt und gleichzeitig der Geldbeutel des Landwirtes geschont wird. An den Gewässern werden Viehtränken mitfinanziert, damit das Vieh nicht zum Trinken an die Ufer steigt.

Dass der Aggerverband mit der Kooperation Landwirtschaft auf dem richtigen Weg liegt, zeigt der seit 1993 stetig fallende Nitratwert von 12 mg/l auf den heutigen Stand von 8,7 mg/l. So können die Verbraucher das Trinkwasser des Verbandes bedenkenlos genießen und müssen sich keine Gedanken wegen einer Preiserhöhung aufgrund hoher Nitratbelastung machen.


Berufe mal anders entdecken

Gummersbach, 12. Juli 2017. 60 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Reichshof, darunter 10 Austauschschüler aus China, folgten der Einladung von AggerEnergie, VSB gGmbH (Vermitteln – Schulen – Beraten) und dem Aggerverband zur Aktion „mach Grün! an der blauen Agger“. Bei Dauerregen verschafften sich die Jugendlichen einen Überblick über Ausbildungsberufe in der Wasser- und der Energieversorgung in der Region.

Anders als bei Ausbildungsbörsen, mussten die Schülerinnen und Schüler an diesem Tag aber auch einmal anpacken. Outdoor Oberberg hatte dafür einen Infoparcours aufgestellt. Neben den Führungen durch die Sperrmauer der Aggertalsperre oder der Besichtigung des Wasserkraftwerkes, galt es an verschiedenen Stationen Aufgaben zu erfüllen, wie z.B. Schweißen von PE-Rohren, Befüllen eines Wasserrohres oder Lösen eines Baummemories. Zusätzlich mussten die Jugendlichen Informationen abgreifen, die später auf einem Laufzettel anhand von Multiple Choice Fragen einzutragen waren. Wie hoch ist die Sperrmauer der Aggertalsperre (Antwort: 45 m), wieviel Liter Wasser veratmet ein ausgewachsener Baum an einem warmen Sommertag (Antwort: 200 Liter) oder wie viele Menschen versorgt der Aggerverband mit Trinkwasser (500.000 Menschen) waren nur einige der Fragen, die sie beantworten mussten. Am Ende der Veranstaltung folgte eine Fragerunde der Schülerinnen und Schüler an die anwesenden Azubis über nähere Informationen zu den einzelnen Berufen. Das Motto „Berufe mal anders entdecken“ traf, laut der Teilnehmer, auf jeden Fall zu.

Beim Befüllen des Wasserrohres

Nach der Besichtigung des Kontrollganges der Aggertalsperrmauer

Wie schwer ist eigentlich eine Kettensäge? Der Forstwirt des Aggerverbandes erklärt seine Arbeitsutensilien.

Der Aggerverband bietet Ausbildungskonzepte für 13 Ausbildungsberufe

Fragestunde am Ende der Veranstaltung

 


 

Zukunftsfähig aufgestellt: Der Aggerverband mit Zertifikat zum audit berufundfamilie ausgezeichnet

Gummersbach, 14. Juli 2017. Der Aggerverband ist am 20. Juni 2017 in Berlin für seine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik mit dem Zertifikat zum audit berufundfamilie ausgezeichnet worden. Das Zertifikat nahm der für Personal und Soziales zuständige Abteilungsleiter Mario Bungart von Dirk Wiese, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, entgegen.

 

Voraussetzung für das drei Jahre gültige Zertifikat ist die erfolgreiche Durchführung des audit berufundfamilie, das von der berufundfamilie Service GmbH angeboten wird. Das Managementinstrument sorgt dafür, dass eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik nachhaltig gesteuert und umgesetzt wird.

 

Ca. 400 Beschäftigte des Aggerverbandes profitieren nun von den familienbewussten Maßnahmen. Das Angebot umfasst aktuell u. a. flexible Arbeitszeitmodelle, alternierende Telearbeit, Beratungsangebote zu den Themen Kinderbetreuung und Pflege sowie ein umfangreiches betriebliches Gesundheitsmanagement.

Im Rahmen der Auditierung wurde der Status der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen erfasst, systematisch das betriebsindividuelle Potenzial entwickelt und mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür gesorgt, dass das Familienbewusstsein in der Organisationskultur verankert wird. An diesem Prozess haben neben dem Vorstand, die Gleichstellungsbeauftragte, weitere Führungskräfte, der Personalrat sowie 15 Beschäftigte des Aggerverbandes mitgewirkt. Nach erfolgreichem Abschluss erteilte ein unabhängiges Kuratorium das Zertifikat zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach drei Jahren können im Rahmen einer Re-Auditierung weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Nur bei erfolgreicher Re-Auditierung darf der Aggerverband das Zertifikat weiterführen.

Aufgrund der demografischen Entwicklung und dem drohenden Fachkräftemangel betreibt der Aggerverband insgesamt eine zukunftsorientierte Personalpolitik für die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein wichtiger Baustein ist und mit der Zertifizierung zum audit Beruf und Familie einen besonderen Stellenwert erhält.

 


Eine gefährliche Schönheit - Die Herkulesstaude

Gummersbach, den 03. Juli 2017.

Nähere Informationen zur Herkulesstaude erhalten Sie hier.


Rundweg um die Genkeltalsperre wochentags gesperrt

Gummersbach, den 29. Juni 2017.

Der Aggerverband führt im Rahmen seiner forstwirtschaftlichen Aufgaben in der Zeit vom 29. Juni bis voraussichtlich 07. Juli 2017 Durchforstungsmaßnahmen am Rundweg der Genkeltalsperre durch.
An diesen Tagen wird der Rundweg um die Talsperre aus Gründen der Verkehrssicherheit von 07.00 Uhr bis 18.00 Uhr gesperrt.
Besucher werden gebeten die gesperrten Bereiche nicht zu betreten. Wir bitten um Verständnis.


Und sie bewegt sich doch!

Gummersbach, 24.05.2017. Deformationsmessungen an der Mauer der Aggertalsperre

Alle Absperrbauwerke an Talsperren (ob Mauern oder Dämme) „bewegen“ sich z.B. durch Wasserdruck, Temperatureinflüsse und Setzungen in geringem Maße. Nach DIN 19700 sind diese Bewegungen (Deformationen) regelmäßig zu erfassen.
Die Analyse der Messdaten gibt dann Aufschluss über Art und Größe von Verformungen der Mauer und ob sie im Rahmen der typischen Größenordnungen und Toleranzen liegen.
Durch die geodätischen Überwachungsmessungen werden die absoluten Bewegungen des Absperrbauwerkes in einem dreidimensionalen Koordinatensystem bestimmt.
Dazu werden von Beobachtungspfeilern außerhalb des Druckbereichs der Mauer, die im Fels gegründet sind, Objektpunkte am Bauwerk mittels elektronischer Vermessungsinstrumente (hochgenaue Winkel- und Streckenmessungen) lage- und höhenmäßig beobachtet.
Die Genauigkeit der ermittelten Koordinaten liegt unter einem Millimeter.

Beim Bau der Aggertalsperre wurden bereits vier Objektpunkte in die Mauerkrone (Fahrbahn) und zwei in den Mauerfuß eingelassen.
2013 wurde das System auf eine komplexere Messung umgestellt. Dazu sind 23 profilmäßig angeordnete, fest installierte Zieleinrichtungen (Prismen) an der Luftseite der Mauer angebracht worden. Die Verankerungen wurden bis in die tragende Betonmauer getrieben. Zur Beobachtung wurden zusätzlich zu den zwei vorhandenen zwei weitere Betonpfeiler gegossen, um talseitig ein in sich kontrollierbares Vier-Punkt-Messnetz zu erhalten.

Dadurch ergeben sich durch die Überprüfung des Messnetzes, anzielen der Objektpunkte von mehreren Messpfeilern und den Wiederholungsmessungen zur Genauigkeitssteigerung, fast 500 Anzielungen, die für eine Messperiode an einem Tag durchzuführen sind.
Um die vielen Beobachtungen wirtschaftlich bewerkstelligen zu können, ist als geodätisches Vermessungsinstrument ein „motorisiertes Tachymeter“ angeschafft worden, welches die Beobachtungen der Messpunkte, nach einer Anlernphase für alle anzuzielenden Punkte von Hand, automatisiert erledigen kann.

Die Koordinaten der Objektpunkte werden anschließend mittels spezieller Software (Ausgleichungsrechnung, Deformationsanalyse) ermittelt.
Somit ergibt sich die aktuelle Deformation der Mauer in Längs- und Querrichtung zur Bauwerksachse und in der Höhe.

Diese Messungen werden zweimal jährlich durchgeführt. Im Frühjahr beim höchsten Wasserstand (maximaler Druck) und im Herbst bei niedrigem Wasserstand.
Die größte Bewegung der Mauerkrone zwischen Voll- und Halbstau beträgt lagemäßig quer zur Bauwerksachse ca. acht mm und in der Höhe ca. drei mm.
Dies stellt eine elastische Vor- und Zurückbewegung des Bauwerks dar.
Die Ergebnisse der geodätischen Deformationsmessungen fließen in die gesamte Bauwerksüberwachung ein und werden in den Sicherheitsberichten, die der Bezirksregierung vorzulegen sind, dokumentiert.

Alle Unterlieger der Aggertalsperre können also beruhigt sein: Die Mauer der Talsperre steht völlig sicher.

Vermessungsingenieur Andreas Orbach und Jan Suffner bei der Messung mit dem Tachymeter
Foto: Aggerverband


Aggerverband nimmt HRB Merzsiefen in Betrieb

Gummersbach, 12.05.2017.

Nach gut einjähriger Bauzeit nimmt der Aggerverband heute das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Merzsiefen in Betrieb.
Bei Starkregenereignissen wurden in der Vergangenheit immer wieder Gebäude und Grundstücke am Merzsiefen, der im Stadtgebiet Wiehl entspringt, in der Ortslage Gummersbach-Halstenbach durch den Überstau der Bachverrohrung und der daraus folgenden Überflutung der angrenzenden Flächen zum Teil erheblich geschädigt. Auch durch die Flächen der über dem Tal entlanggeführten BAB 4 werden bei solchen Starkniederschlägen zusätzlich extrem hohe Wassermengen in das Gebiet des kleinen Baches geführt, was die Abflusssituation noch wesentlich stärker beeinträchtigt. 
 
Im Rahmen des sog. Ausgleichs der Wasserführung, für den der Aggerverband zuständig ist, hat er vorfluttechnische Untersuchungen durchgeführt. An deren Ende stand das Ergebnis fest: Oberhalb der B256 (Westtangente) soll ein Hochwasserrückhaltebecken errichtet werden. 
 
Mit der Baumaßnahme wurde im April 2016 begonnen. Die Gesamtfertigstellung des Projektes inklusive Absperr- und Regelorgan erfolgte ein Jahr später, Ende April 2017.
 
Der Straßendamm dient dabei als Absperrbauwerk. Die bestehende Bachverrohrung DN 800 wurde im Zuge der Baumaßnahme saniert. Diese dient als Grundablassleitung sowie zur Hochwasserentlastung.
Am Dammfuß wurde ein Stahlbeton-Drosselbauwerk mit Schiebersteuerung und ein Zulaufbauwerk mit Grobrechen zur Aufnahme und Regulierung des Abflusses gebaut. Das HRB-Volumen beträgt V = 7.300 m³.
Darüber hinaus wurde eine GFK-Entlastungsleitung DN 1000 im Bohr-/Pressverfahren quer durch den gesamten Dammkörper der B 256 verlegt, die die Wassermengen ab einem 500-jährlichen Abflussereignis (V = 23.800 m³) schadlos auf die „Luftseite“ des Dammkörpers ableiten soll, ohne dass der Straßenkörper durch die Wassermassen beschädigt wird.
Zur Sicherstellung der Stabilität des vorhandenen Straßendammes und des Untergrundes wurde auf der „Wasserseite“ ein Schutzsystem bestehend aus Bentonitmatten, Geogittermatten sowie Erosionsschutzmatten mit darauf abgestimmten Boden- und Filterschichten verlegt.
Die Anfahrtswege zum Drossel- und Zulaufbauwerk wurden bituminös ausgeführt, um die Wartung und Reinigung der Bauwerke im Hochwasserfall zu gewährleisten.
 
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rd. 1,2 Mio €. Hiervon trägt das Land NRW über den Landesbetrieb Straßen.nrw 90%. Die restlichen 10% teilen sich der Oberbergische Kreis mit 4% und die Stadt Wiehl mit 6%.
 
 
 
 
 
von links: Dipl.-Ing. Hubert Scholemann, Aggerverband, Frank Helemenstein, Bürgermeister Stadt Gummersbach, Dr. Christian Dickschen,
Ltd. Kreisrechtsdirektor Oberbergischer Kreis, Prof.-Dr. Lothar Scheuer, Vorstand Aggerverband, Klaus Marenbach, Ing. Büro Donner und Marenbach 
 

Girls‘ Day 2017 auf der Kläranlage Krummenohl in Gummersbach 

Gummersbach, 28.04.2017. Zum 12. Mal beteiligte sich der Aggerverband am Girls‘ Day, eine Aktion des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 15 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8, erhielten gestern einen Einblick in die „männlichen“ Berufsfelder, die sie sonst im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen. In Gesprächen und praktischen Übungen mit Beschäftigten und Auszubildenden des Aggerverbandes, konnten die Jugendlichen ihren Erfahrungs- und Orientierungshorizont erweitern. 

Die diesjährige Veranstaltung fand auf dem Gelände der Kläranlage Krummenohl in Gummersbach statt. 

Insgesamt bietet der Aggerverband 26 Ausbildungsplätze in 13 Berufen unterschiedlicher Fachrichtungen an. 

Am gestrigen Tag wurden folgende Ausbildungsberufe vorgestellt: 

  • Fachkraft für Abwassertechnik
  • Industriemechaniker/in
  • Elektroniker/in
  • Forstwirt/in 

An einem Ausbildungsplatz oder einem Praktikumsplatz interessierte Jugendliche erhalten weitere Auskünfte unter www.aggerverband.de.

Fotos: Aggerverband

 


Wie aus Abwasser Energie entsteht

Klärgasverwertung beim Aggerverband sorgt für Kostensenkung in der Abwasserreinigung.

Gummersbach, 24.03.2017.

Der Aggerverband nutzt an seinen Kläranlagenstandorten zahlreiche Blockheizkraftwerke (BHKW), die mit Klärgas betrieben werden. Im Klärprozess fallen sog. Faulgase an, die auf den Kläranlagen in Blockheizkraftwerken zu Wärme und Strom umgewandelt werden. So gelingt es diese Kläranlagenstandorte weitestgehend ohne Zukauf von Energie zu betreiben. Im Jahr 2016 wurden über 7 Mio Kw/h elektrische Energie mittels der BHKW erzeugt. Dies entspricht über 2.000 Drei-Personen-Haushalten bei einem Jahresverbrauch von rd. 3.500 Kw/h.

Für einen störungsfreien und wirtschaftlichen Betrieb spielt die Qualität dieses Gases eine bedeutende Rolle – ebenso bei der rechtlichen Durchsetzung von Gewährleistungsansprüchen. Stark beeinträchtigt wird die Qualität des Gases durch Kondensate, Schwefelwasserstoffe und durch Siloxane. Das Siloxan wandelt sich bei der Verbrennung zu Siliciumdioxid (Sand). Es führt in den Brennräumen, Lagern und Ventilen zu Ablagerungen, die wiederum hohen Aufwand bei der Beseitigung von Schäden verursachen.

Siloxane werden sehr häufig in kosmetischen Produkten und Hygieneartikeln verwendet. Insofern sind sie aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken. Den Preis dafür bezahlen wir aber alle: denn die erhöhten Reparatur- und Wartungskosten betragen 20.000 € bis 30.000 € pro Jahr, die wir alle über unsere Abwassergebühren tragen müssen. 

Um die Gasqualität weiterhin zu verbessern führt der Aggerverband derzeit zahlreiche Maßnahmen durch. Es erfolgt eine Optimierung der Verwendung und Dosierung von Wasserwerksschlamm zur Schwefelreduktion. Dieser Schlamm fällt in den Wasserwerken Auchel an der Wiehltalsperre und Erlenhagen an der Genkeltalsperre bei der Wasseraufbereitung an.

Die technische Ausrüstung in der Klärgasversorgung wie Kondensatabscheider, Kondensatwäsche, technische Ausrüstung, Filtermaterial sowie die Bauform der Gasfilter, Klärgasentfeuchtung durch Trocknung, Anpassung der Wartungsintervalle und –Wartungstätigkeiten werden verbessert.

Es wird ein Messkonzept mit dem Zentrallabor aufgestellt um die Werte für die Faulgase, Schwefelwasserstoffe und Siloxan und deren Auswirkungen auf den Betrieb der BHKW besser beeinflussen zu können.

Letztlich wird ein permanentes Kostencontrolling durchgeführt, um die Wirtschaftlichkeit der Anlagen zu gewährleisten.


Gummersbach, 22.03.2017 – Tag des Wassers

Den jährlich am 22. März stattfindenden Weltwassertag nahmen der Aggerverband und die AggerEnergie GmbH zum Anlass, den Leistungskurs Geographie der Gesamtschule Marienheide zu einer besonderen Führung an die Aggertalsperre einzuladen.

Nach einer Einführung zum Bau der Talsperre und Erläuterungen zu den wichtigsten Kennzahlen der Aggertalsperre, hatten die Besucher die Möglichkeit die Sperrmauer von innen zu besichtigen. Im Anschluss erfuhren sie, wie aus Wasserkraft Energie entsteht. Den Nutzen von Energie testeten sie anschließend persönlich bei Probefahrten in Elektroautos. Herr Wonka, Abteilungsleiter Trinkwasser beim Aggerverband, hielt abschließend einen Vortrag zur Trinkwassergewinnung.

Fotos: Aggerverband

Förderpreisverleihung 2017

Gummersbach, 22.03.2017. Zum 16. Mal verleiht der Aggerverband in Zusammenarbeit mit der TH-Köln, Campus Gummersbach, seinen Förderpreis. Prämiert werden in diesem Jahr drei herausragende Abschlussarbeiten mit einem wasserwirtschaftlichen Bezug.

Die diesjährige Preisverleihung fand im Konferenzraum "Kienbaum" in der Technischen Hochschule auf dem Steinmüllergelände statt.

Erstmals wurde dabei der Preis nicht mehr in Kategorie eins bis drei eingeteilt. Vielmehr stehen alle Arbeiten gleichwertig nebeneinander. Die einzelnen Arbeiten werden mit einem Preisgeld von jeweils 600 € dotiert.

Die Preisträger für 2017 lauten (in alphabetischer Reihenfolge):

Master of Engineering Mahdi Aleshahidi
Thema: Development and Test of Virtual Sensors for Wastewater Treatment Plants by Applying Machine Learning Methods

Betreuung: Prof. Dr. Michael Bongards (TH Köln, Campus Gummersbach), Prof. Dr. Frithjof Klasen (TH Köln, Campus Gummersbach)

Kläranlagen haben heute strenge Grenzwerte einzuhalten, z.B. für Kohlenstoff und Stickstoff, damit die Voraussetzungen für einen guten Zustand der Gewässer erreicht werden können. Gleichzeitig sollen sie energieeffizient und kostengünstig betrieben werden. Dazu wird verstärkt die Mess-, Steuer- und Regeltechnik eingesetzt. Teil der neuen Regelungstechnik ist der Einsatz „lernender“ Systeme.

Dafür sind umfassende Qualitätsdaten im Zulauf der Kläranlagen erforderlich, so über den Sauerstoffbedarf und Ammoniumstickstoff. Über diese Werte erfolgt die Regelung des Abwasserreinigungsprozesses. Diese Messwerte erfordern einen erheblichen Aufwand bei der Erfassung mit entsprechendem betriebswirtschaftlichem Aufwand.

Auf der Basis einer umfangreichen Messkampagne auf der Kläranlage Rospe aus dem Jahr 2012 wurde im Rahmen der Arbeit zwei unterschiedlichen mathematischen Lernverfahren, nämlich die „Random Forests Regression“ und die „Support Vector Regression“ angewendet. Damit wird versucht, die aufwendig zu messenden Werte durch andere, leichter zu bestimmende Größen zu ersetzen, die Sonden im Zulauf automatisch liefern.

Im Rahmen der Arbeit zeigte sich das Verfahren der „Random Forests Regression“ für die Vorhersage des Sauerstoffbedarfs im Zulauf als geeignetes Verfahren. Die Prognose der Ammoniumstickstoffwerte konnten im Rahmen der Arbeit verbessert werden, erreicht aber noch nicht die für den Betrieb erforderlichen Genauigkeit. Hier besteht weiterer Forschungsbedarf.

Master of Engineering Lars Dorn
Thema: Untersuchungen von Szenarien zur Zusammenlegung von Kläranlagen für das Verbandsgebiet des Aggerverbandes

Betreuung: Prof. Dr.- Ing. Rainer Feldhaus (TH Köln), Dipl.-Ing. Hubert Maas (Hydro Ingenieure, Düsseldorf)

Der Aggerverband betreibt zzt. 31, in Zukunft noch 30 Kläranlagen. Vor dem Hintergrund der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und der demografischen Veränderungen ist eine systematische Überprüfung aller Kläranlagenstandorte notwendig mit dem Ziel die damit einhergehendem Kosten für die Mitglieder zu minimieren.

Dazu hat der Aggerverband nach einem Ingenieurwettbewerb eine Ingenieurgesellschaft aus Düsseldorf mit der Erarbeitung eines Masterplans für die Kläranlagen beauftragt. In diesem Zusammenhang entstand die vorliegende Masterarbeit. Im Rahmen der Arbeit sollten folgende Aufgaben bearbeitet werden:

  • Zusammenstellung und Überprüfung von Kostenfunktionen für Kläranlagen und Ableitungssammler
  • Konzeptionelle Ausarbeitung von Planungsvarianten für die Zusammenlegung von Kläranlagenstandorten in drei Teilgebieten
  • Bewertung der Planungsvarianten
  • Begründete Auswahlentscheidung
  • Sensitivitätsuntersuchung hinsichtlich Wasserqualitätsanforderungen, Klimawandel und demografischen Veränderungen.

Herr Dorn hat die ihm gestellte Aufgabe umfassend bearbeitet. Die Ergebnisse sind in einem Bericht umfassend erläutert und sämtliche verwendete Quellen umfassend dokumentiert. Sie fließen in den Abschlussbericht der Ingenieurgesellschaft an den Aggerverband ein und sind ein wichtiger Baustein für den Masterplan Kläranlagen des Verbandes.

Bachelor of Engineering Hanno Rau
Thema: Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Erft bei Stotzheim

Betreuung: Prof. Dr.-Ing. Christian Jokiel (TH Köln), Dipl.-Ing. K.-H. Beier (Erftverband)

Die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) fordert u.a. die ökologische Durchgängigkeit von Fließgewässern. In den vergangen 10 Jahren wurden an der Erft bereits einige Wanderungshindernisse für die Fische zurückgebaut. Im Rahmen der Bachelorarbeit ist eine Planung für den Rückbau eines Doppelabsturzes bei Stotzheim zu planen. Es sind die Leistungsphasen der Honorarordnung für Ingenieure (HOAI) von der Grundlagenermittlung bis zur Genehmigungsplanung umzusetzen. Im Einzelnen gehören dazu:

  • Erfassung aller relevanten Grundlagen
  • Entwicklung verschiedener Varianten entsprechend dem Leitbild der WRRL und Auswahl und Begründung einer Vorzugsvariante
  • Ausarbeitung der Vorzugsvariante mit allen erforderlichen Nachweisen und Plänen
  • Fotodokumentation 

Herr Rau hat vier Alternativen untersucht und sich mit Hilfe einer Bewertungsmatrix für ein geteiltes Raugerinne zu Überwindung des Höhenunterschieds entschieden. Dabei wurden auch die Kosten der Alternativen ermittelt und verglichen. Die Vorzugsvariante wurde ausgearbeitet, die wesentlichen Bauwerkselemente bemessen, die hydraulischen Nachweise geführt sowie die Pläne erstellt und ein umfassende Fotodokumentation zusammengestellt.

von links: Prof. Dr.-Ing. Christian Averkamp, Prof. Dr.-Ing. Rainer Feldhaus, Hanno Rau, Lars Dorn, Mahdi Aleshahidi,
Prof. Dr.-Ing. Lothar Scheuer, Ulrich Stücker, Prof. Dr. Ing. Michael Bongards
Foto: Liane Nagel

Preisträger v.l.n.r.: Mahdi Aleshahidi, Lars Dorn und Hanno Rau
Foto: Liane Nagel

agw IM FOKUS

Gummersbach, 10.03.2017. Die neue Ausgabe agw IM FOKUS können Sie unter folgendem Link einsehen.

agw IM FOKUS Ausgabe 01/2017


Betrieb der Talsperren beim Aggerverband jetzt noch sicherer. Zertifizierung durch die DWA erfolgt. 

Gummersbach, 02.03.2017. Nun ist es amtlich. Der sichere Betrieb der Talsperren des Aggerverbandes und der der übrigen Stauanlagen wurde überprüft und ohne Einschränkungen bestätigt. 

Der Aggerverband ist erst der dritte Talsperrenbetreiber in Deutschland, der sich einem Technischen Sicherheitsmanagement, kurz „TSM“ genannt, unterzogen hat. Insgesamt gibt es in Deutschland über 20 Talsperrenbetreiber. 

Am 20. und 21.02.2017 erfolgte die Prüfung durch zwei Mitarbeiter der DWA, Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V., mit Sitz in Hennef. Als Ergebnis erhält der Aggerverband in der nächsten Sitzung der Verbandsversammlung im Sommer die Zertifizierungsurkunde. 

Insgesamt mussten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Abteilungsleiter Hubert Scholemann herum gut 250 Fragen aus den Bereichen Organisation, Arbeitssicherheit und Betrieb beantworten. In den Bereichen Organisation und Arbeitssicherheit wurden alle Dienst- und Betriebsanweisungen auf den neuesten Stand gebracht. Außerdem fand eine Gefährdungsbeurteilung der techn. Anlagen statt, zum einen um die Sicherheit der Mitarbeiter weiter zu verbessern und so Arbeitsunfällen und anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen, zum anderen um den Besuch der Anlagen für die Bevölkerung noch sicherer zu gestalten. 

Mehrere Hundert Menschen besuchen jährlich die Talsperren des Aggerverbandes. Oftmals ist ein solcher Besuch verbunden mit einem Gang durch die Mauer der Aggertalsperre oder den Dämmen der Genkel- und der Wiehltalsperre. 

Sämtliche Erkenntnisse fließen ein in das sogenannte Talsperrenbuch. Es handelt sich hierbei um eine Sammlung aller Vorschriften und wichtigen sonstigen Unterlagen, wie z. B. die Gründungsurkunde. Dabei nutzte der Verband jetzt die Möglichkeit, das Talsperrenbuch insgesamt zu digitalisieren und zentral im Datennetz des Aggerverbandes zu hinterlegen. Immerhin stammen die ältesten Unterlagen aus den 1920er Jahren. 

Die Zertifizierung gilt für fünf Jahre und erfährt danach eine Wiederholung.

Aggertalsperre
Foto: Aggerverband

 

Trinkwasserlieferung des Aggerverbandes für die Stadtwerke Meinerzhagen und den Wasserbeschaffungsverband Lüdenscheid auf die Zukunft ausgerichtet.

Gummersbach, 17.02.2017. Seit den 1970er Jahren liefert der Aggerverband Trinkwasser an die Stadtwerke Meinerzhagen und den Wasserbeschaffungsverband Lüdenscheid. Das aufbereitete Rohwasser aus der Genkeltalsperre verlässt das Wasserwerk Erlenhagen über eine Transportleitung in Richtung Gummersbach-Bredenbruch. Hier hat der Aggerverband ein Trinkwasserpumpwerk gebaut. In ihm sind insgesamt drei Pumpen installiert. Diese befördern das Trinkwasser zum Hochbehälter „Volmekopf“. Von dort findet dann die Weiterverteilung über die jeweiligen Netze der Stadtwerke Meinerzhagen bzw. des Wasserbeschaffungsverbandes Lüdenscheid statt. Das Wasser hat dabei einen Höhenunterschied von 135 Metern zu überwinden. Auf diesem Weg können täglich bis zu 24.000 Kubikmeter Trinkwasser vom Aggerverband geliefert werden. Insgesamt liefert der Aggerverband jährlich rd. 1,4 Mio. Kubikmeter an seine Mitglieder Stadtwerke Meinerzhagen und Wasserbeschaffungsverband Lüdenscheid.

Der Aggerverband sieht heute den Zeitpunkt für gekommen, sowohl die zum Teil überdimensionierte elektrotechnische als auch die maschinentechnische Ausrüstung des Pumpwerkes an die heutigen und künftigen Bedürfnisse anzupassen. So wird die bisherige Steuerungstechnik durch eine moderne Antriebstechnik mit Frequenzumrichter und Softstarter ersetzt. Ebenfalls erneuert wird die Energie-, Steuerungs- und Fernwirktechnik. Eine Notstromversorgung ist derzeit auch mit dem größten mobilen Notstromaggregat des Aggerverbandes nicht möglich. Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit wird daher die neue Anlage so ausgelegt, dass die Förderung mittels einer Pumpe mit einem vorhandenen mobilen Notstromaggregat des Aggerverbandes erfolgen kann.

Mit den Arbeiten soll im II. Quartal 2017 begonnen werden. Sie werden mit Unterbrechungen rd. ein Jahr Zeit in Anspruch nehmen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rd. 150 Tsd. Euro und werden vom Aggerverband finanziert.

Insgesamt erfolgt die Umrüstung in enger Abstimmung mit den Stadtwerken und dem Wasserbeschaffungsverband, so dass die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser nicht unterbrochen werden muss.

Pumpwerk Bredenbruch
Pumpwerk Bredenbruch
Foto: Aggerverband


Umweltminister zu Besuch beim Aggerverband

Gummersbach 29.09.2016. Auf Einladung von Bündnis 90/Die Grünen hat der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel am gestrigen Mittwoch den Aggerverband besucht. Man traf sich zunächst auf der Kläranlage Krummenohl in Gummersbach-Niederseßmar. Zahlreiche Gäste konnte der Vorstand des Verbandes, Prof. Dr. Lothar Scheuer, neben dem Minister begrüßen. Nach einigen Erläuterungen zu der Kläranlage, der größten des Verbandes, erfolgte ein kurzer Rundgang. Die Kläranlage liegt an der Agger. Hier hat der Verband vor einigen Jahren eine Wehranlage geschliffen, sodass die Agger an dieser Stelle durchgängig wurde. Eine Forderung aus der EU-Wasserrahmenrichtlinie. So wird es Wanderfischarten ermöglicht, ihre Laichplätze zu erreichen.

An anderer Stelle, im Bereich des Alleenradweges, konnte sich der Minister davon überzeugen, dass der Aggerverband seine Anlagen auch aktiv vor Hochwasser schützt. Hier wurde aufgrund der Erkenntnisse aus dem Hochwasserereignis 2001 eine Flutmulde zum Schutz der Kläranlage gebaut.

Anschließend fand im Konferenzraum des Aggerverbandes in seiner Hauptverwaltung ein Pressegespräch statt. Themen wie die Ansiedlung des Wolfes, die Nutzung der Wasserkraft aber auch die weitere Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie wurden hier diskutiert.


v.l.n.r.: Thorsten Falk, Aggerverband, Prof. Dr.-Ing. Lothar Scheuer, Vorstand Aggerverband, Umweltminister NRW Johannes Remmel, Hubert Scholemann und Hubert Schauerte, Aggerverband


Herr Minister Remmel und die Gäste an der geschliffenen Wehranlage der Agger in Krummenohl
Fotos: Liane Nagel


Gummersbach. Mit einer regen Beteiligung von 15 erfahrenen Probenehmerinnen und Probenehmern fand am Donnerstag, den 29.09.2016 im Labor des Aggerverbandes der jährliche Erfahrungsaustausch zur Trinkwasser-Probenahme statt. Der Erfahrungsaustausch dient der stetigen Verbesserung der Probenahme. Eingeladen waren die Wasserversorgungsunternehmen der Region, die Kommunen sowie das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises sowie das hauseigene Kollegium.

Nach einer kurzen Kennenlern-Runde begann der Termin mit den Grundlagen der Probenahme.

Dort wurden die theoretischen Abläufe und Besonderheiten der später im Praxisteil zu nehmenden Proben (Vorbereitung der Probenahme, Probenkonservierung und -transport usw.) durchgesprochen. Des Weiteren gab es einen regen Austausch der jeweils persönlich gesammelten Erfahrungen und Schwierigkeiten bei der Probenahme zwischen den Teilnehmern. Unter anderem galt es auch alle Beteiligten auf den neusten Stand der Trinkwasserverordnung zu bringen.

Für den Praxisteil waren über den Vormittag hinweg verschiedene Stationen der Probenahme aufgebaut, an der die Teilnehmer ihr Können unter Beweis stellten.

Beispielsweise wurde an einem Hydranten die Probenahme durchgeführt und eine Probe aus der Trinkwasserinstallation gezogen. So kann die Qualität des vom Wasserversorgungsunternehmen gelieferten Wassers und der anschließenden Trinkwasserinstallation kontrolliert werden.

Die Probenahme ist ein entscheidender Bestandteil der Trinkwasserüberwachung Analytik. Vor Ort können nur einige Parameter, wie z. B. der pH-Wert, die Leitfähigkeit des Wassers oder aber die Temperatur, untersucht werden. Für komplexe Untersuchungsparameter ist ein instrumentell entsprechend ausgestattetes Labor erforderlich. Daher ist von den Probenehmern darauf zu achten, die Proben fachgerecht zu ziehen und zu transportieren, damit sie bei der Untersuchung im hauseigenen Labor des Aggerverbandes die Bedingungen vor Ort wiedergeben.



Fotos: Liane Nagel, Aggerverband


Einweihung Hochwasserrückhaltebecken Overath-Steinenbrück

Overath. Der Aggerverband hat am 15. Oktober 2016 im Rahmen eines Medientermins das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Talstraße in Overath-Steinenbrück offiziell eingeweiht.

Immer wieder kam es im Einzugsgebiet des Dreßbachs, einem Nebengewässer der Sülz, in den vergangenen Jahren zu Starkregenereignissen, die erhebliche Schäden verursachten. Das bestehende Becken in der Talstraße war zu klein und konnte die anfallenden Wassermassen nicht mehr zurückhalten. Um hier Abhilfe zu schaffen, nahm der Aggerverband einen Erweiterungsbau an dem HRB vor.

Die Projektpartner des Verbandes waren dabei die Stadt Overath, Straßen nrw und der Rheinisch Bergische Kreis.

Die Kosten in Höhe von insgesamt 770.000 € blieben deutlich unter dem veranschlagten Kostenansatz von 890.000 €. Die Maßnahme wurde mit 60% vom Land NRW bezuschusst. Die Restkosten in Höhe von 308.000 € wurden verursachungsgerecht auf die drei Partner verteilt. Dabei entfielen auf die Stadt Overath 74%, entsprechend 227.920 €, auf Straßen nrw 24%, entsprechend 73.920 € und auf den Rheinisch Bergischen Kreis 2%, dies entspricht 6.160 € der Kosten.

Die Bauzeit für die Erd- und Betonarbeiten sowie die Maschinen- und Elektrotechnik, betrug elf Monate, von April 2015 bis Februar 2016. Danach erfolgten noch Feinarbeiten. Jetzt, da sich im Becken eine entsprechende Vegetationsschicht entwickelt hat, kann das HRB seine Arbeit aufnehmen.

Das Becken hat nunmehr statt 5.223 m³ Einstauvolumen, ein Volumen von 16.985m³.

Die sog. Drosselwassermenge verringerte sich von 2,23 m³/sec. auf 1,1 m³/sec. Der neue Damm, ein „homogener Lehmdamm“, hat eine Höhe von rd. 5 m und kann bis zu einer Höhe von 4,3 m eingestaut werden.


Foto: Drohne, Aggerverband


Hubert Scholemann, Aggerverband, präsentiert den Gästen die abgeschlossene Baumaßnahme Hochwasserrückhaltebecken Talstraße in Overath-Steinenbrück


Wasserwirtschaftliches Kolloquium an der TH Köln, Campus Gummersbach

Gummersbach. Am 18. Juli luden die Vorsitzenden des Verbandsrates, Herr Ulrich Stücker, Bürgermeister der Stadt Wiehl, und Herr Gerd Böhner, Geschäftsführer der Firma Dörrenberg Edelstahl GmbH, zum wasserwirtschaftlichen Kolloquium an die TH Köln, Campus Gummersbach, ein.

Herr Prof. Dr. Michael Bongards, Technische Hochschule Köln, Campus Gummersbach, erster Redner an diesem Tag, lobte die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der TH Köln und dem Aggerverband. Die Kooperation von Wissenschaft und Praxis wird hier gelebt. Zahlreiche Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten von jungen Studenten wurden bis heute unter Begleitung des Aggerverbandes und seiner Mitarbeiter geschrieben.

Herr Weyand, bdew Hauptgeschäftsführer Wasser und Abwasser, ging bei seinem Vortrag auf die aktuellen wasserpolitischen Themen auf Bundesebene ein. Er stellte die Position der Wasserwirtschaft zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und der Hochwasserschutzrichtlinie dar. Er erläuterte mögliche Konsequenzen aus neuen Spielregeln für die Klärschlammentsorgung und die Eigenstromerzeugung auf die Beitragslast von Bürger und Gewerbe.

Im Anschluss gab Herr Prof. Dr. Lothar Scheuer, Vorstand des Aggerverbandes, der an diesem Tag sein 60. Lebensjahr vollendete, einen Ausblick auf die Herausforderungen des Aggerverbandes in den kommenden Jahren. Themen, die sowohl die anwesenden Gäste aus der Region als auch die bundesweit angereisten Teilnehmer interessierten.


v.l.n.r.: Michael Tews, MdB, Michaela Engelmeier MdB, Prof. Dr. Lothar Scheuer, Vorstand des Aggerverbandes, Klaus-Peter Bosbach, MdB, Ulrich Stücker, Vorsitzender des Verbandsrates


Ulrich Stücker, Bürgermeister der Stadt Wiehl und Vorsitzender des Verbandsrates Aggerverband


Martin Weyand, Mitglied Hauptgeschäftsführung BDEW


Prof. Dr. Michael Bongards, Technische Hochschule Köln, Campus Gummersbach


Auszeichnung für den Aggerverband

Gummersbach. Im Rahmen der Esri User Konferenz (Environmental Systems Research Institute Inc.) in San Diego (Kalifornien, USA) hat der Aggerverband einen der begehrten Special Achievement in GIS (SAG) Awards erhalten. Der Aggerverband wurde zusammen mit anderen internationalen Preisträgern aus mehr als 300.000 Unternehmen und Organisationen ausgewählt und für seine innovativen Leistungen im Bereich von Geoinformationssystemen geehrt.

Stellvertretend für den Aggerverband wurde Herr Torsten Schramm, Leiter des Fachbereichs Geoinformatik und Liegenschaften,  am 29. Juni 2016 vom Firmengründer Jack Dangermond ausgezeichnet.

Dieser Preis wird alljährlich US-amerikanischen und internationalen GIS-Anwendern für ihre herausragenden Leistungen verliehen. Bei der Verleihung hat der Präsident, Jack Dangermond,betont, dass dieser Preis unter mehr als einer Million Anwendern stets nur den »one-tenth of 1 percent« zuteil wird.

GIS Technologie wird heute in allen Bereichen einer modernen Gesellschaft genutzt. Bereiche wie Geographie, Umweltforschung, Stadtplanung, Logistik, Katastrophenschutz und Ressourcenmanagement sind hier beispielhaft zu nennen.

Seit fast 20 Jahren setzt der Aggerverband Geographische Informationssysteme (GIS) als Grundlage für verschiedenste Planungs-, Entscheidungs- und Dokumentationszwecke ein. GIS kombiniert Hardware, Software und raumbezogene Daten um geographische Informationen zu analysieren und zu visualisieren . Jede wasserwirtschaftliche Information lässt sich mit einem Ort verbinden und GIS hilft dem Nutzer sich einen räumlichen Überblick zu den wasserwirtschaftlichen Fragestellungen zu verschaffen. Auf Basis von Karten erkennt der Nutzer räumliche Beziehungen, Muster, Prozesse und Trends.

Innerhalb des Aggerverbandes nutzen eine Vielzahl von Mitarbeitern aus allen Abteilungen ein umfangreiches Sortiment von GIS-Werkzeugen (Desktop, Server, Web und Mobile) für Ihre täglichen Aufgabenstellungen.

Über ein öffentliches GIS-Portal werden wasserwirtschaftliche Informationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben allgemeinen geographischen Informationen zum Aggerverband werde beispielsweise Informationen zu Standorten von Pegeln und deren aktuelle Wasserstände präsentiert. Über geschützte Geodatendienste versorgt der Aggerverband seine Mitgliedskommunen und Aufsichtsbehörden mit wasserwirtschaftlichen Geodaten.

Neben dem Aggerverband wurden weitere Unternehmen und Städte wie z.B. City of Cincinnati, State of Tennessee, Finnish Transport Agency, Israel Land Authority, Port of Rotterdam, IKEA of Sweden und Queensland Urban Utilities ausgezeichnet.


v.l.n.r.: Torsten Schramm (Leiter des Fachbereichs Geoinformatik und Liegenschaften Aggerverband), Jack Dangermond (ESRI Inc.) und Benedikt Pointner (ESRI Deutschland)


13.05.2016

Herkulesstaude Nähere Informationen zur Herkulesstaude erhalten Sie hier.


Aggerverband-Vorstand frühzeitig im Amt bestätigt

Gummersbach. Der Verbandsrat des Wasserverbandes Aggerverband hat in seiner jüngsten Sitzung am Montag, 18.04.2016, den bisherigen Vorstand, Herrn Prof. Dr.-Ing. Lothar Scheuer, für eine zweite Amtsperiode im Amt bestätigt. Diese beträgt fünf Jahre und beginnt am 16.01.2017. Die Wiederwahl erfolgte einstimmig. „Wir haben uns im Verbandsrat bewusst für den frühestmöglichen Zeitpunkt einer Wiederwahl entschieden. Zum einen möchten wir damit die Zufriedenheit der Mitglieder mit der Leitung des Verbandes durch Prof. Scheuer zum Ausdruck bringen, zum anderen können so wichtige Unternehmensentscheidungen frühzeitig getroffen werden“, so Ulrich Stücker, Bürgermeister der Stadt Wiehl und Vorsitzender des Verbandsrates.

Scheuer, 1956 in Eschweiler geboren, absolvierte sein Studium an der RWTH Aachen, wo er auch im Jahre 1985 promovierte. Nach einem Referendariat beim Land Nordrhein-Westfalen leitete er die Planungsabteilung bei der Linksniederrheinischen Entwässerungsgenossenschaft, bevor er 1988 als stellvertretender Vorstand und technischer Leiter zum Aggerverband wechselte. 2005 wurde er zum Honorarprofessor ernannt. Seit Januar 2012 ist er Vorstand des Aggerverbandes. Zahlreiche Ämter in der Wasserwirtschaft bekleidet er zusätzlich. U. a. ist er Vorsitzender der ATT, wasserpolitischer Sprecher der bdew-Landesgruppe NRW, stellvertretender Landesvorsitzender der DWA sowie Vorsitzender der agw-nrw.

„Zahlreiche Themen möchte ich während meiner zweiten Amtszeit noch intensiv umsetzen“, so Scheuer nach seiner Wiederwahl. Dazu gehört etwa die weitere Realisierung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die Neuausrichtung der Klärschlammentsorgung, die Anpassung der Verbandsstrukturen aufgrund von Klimawandel und demographischer Entwicklung, die Rolle des Aggerverbandes als Wasserspezialist in der heimischen Region weiter zu stärken, die Intensivierung der Kooperation zwischen Aggerverband und seinen Mitgliedern und die Sicherung des Fachkräfte-Know-How aufgrund des sich anbahnenden Generationenwechsels in der Belegschaft.


Prof. Dr.-Ing. Lothar Scheuer, Vorstand


Abschlussveranstaltung zum Brölprojekt

11.04.2016, Gummersbach. Im Oktober 2007 erhielt der Aggerverband aus den Händen des damaligen Umweltministers Uhlenberg und dem damaligen Regierungspräsidenten Lindlar zwei Zuwendungsbescheide für das Brölprojekt:

  1. a) für Siedlungswasserwirtschaftliche Maßnahmen in Höhe von 6,988 Mio. EUR
  2. b) für Gewässerentwicklungsmaßnahmen in Höhe von 2,280 Mio EUR.

Für den Aggerverband stellte die Gesamtförderung von 9,268 Mio EUR die höchste Einzelförderung dar.

Knapp Neun Jahre sind seit dem vergangen. Grund genug, für den Aggerverband eine Zwischenbilanz zu ziehen. Zahlreiche Vertreter aus dem Umweltministerium in Düsseldorf, der Bezirksregierung in Köln, Vertreter der betroffenen Städte und Gemeinden und weitere interessierte Experten folgten der Einladung des Aggervebandes und informierten sich über die durchgeführten Maßnahmen in und an der Bröl.

Das natürliche Einzugsgebiet der Bröl beträgt 216 km²; ungefähr 1/5 des gesamten Aggerverbandsgebietes. Die Bröl und alle Nebengewässer haben eine Gesamtlänge von 550 km.

Das Einzugsgebiet der Bröl mit seinen einzigartigen Potentialen für eine dauerhafte Wiederansiedlung des Lachses steht im Fokus des Landesinteresses NRW.

Über die Anforderungen hinaus, die die EU-Wasserrahmenrichtlinie an den ökologischen Zustand der Gewässer stellt, soll die Bröl als Lachslaichgewässer entwickelt werden. Dafür wurden durch das Land NRW im Rahmen des Projekts „NRW-Lachslaichgewässer Bröl“ Mittel zur Verfügung gestellt.

Den beiden vorlaufenden F+E-Vorhaben „Entwicklung eines wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzeptes zur ökologischen Sanierung von Fließgewässern und deren Interstitial – Pilotstudie am potentiellen Lachslaichgewässer Bröl/NRW“ sowie „Ermittlung und Machbarkeit der Maßnahmen im Einzugsgebiet der Bröl“ zufolge sind die Potentiale für den dauerhaften Aufbau einer selbstreproduzierenden Lachspopulation im Bröleinzugsgebiet vorhanden.

Defizite in der Siedlungswasserwirtschaft und in der Gewässerstruktur sowie Einträge aus diffusen Quellen stehen dem jedoch entgegen. Ein Zusammenwirken von Maßnahmen der Siedlungswasserwirtschaft und Gewässerentwicklungsmaßnahmen soll dazu führen, dass sich die Bedingungen für den Lachs und damit auch der ökologische Zustand der Bröl insgesamt verbessern.

Zunächst wurde für das Gesamtgebiet ein sogenanntes Niederschlagsabflussmodell erarbeitet. Dieses Modell liefert die für Planungen unbedingt erforderlichen Grunddaten, z.B. die Abflussmengen in den Gewässern und deren Verschmutzungsgrad. Hierauf aufbauend wurden die erforderlichen Maßnahmen geplant; z.B. die sogenannten Retentionsbodenfilterbecken. In diesen Becken werden, wie in einen Kaffeefilter, Schadstoffe aus dem Abwasser zurückgehalten, bevor es in die Gewässer eingeleitet wird.

Drei Bodenfilter sind bereits an den Standorten „Hallenbad“ und „Brenzingen“ im Stadtgebiet Waldbröl und „Heisterschoß“ im Stadtgebiet Hennef fertiggestellt worden.

Bis Ende 2021 ist der Neubau von sieben weiteren Becken geplant. Gewässerentwicklungsmaßnahmen wurden an ca. 20 Gewässerabschnitten durchgeführt. Auch hier sind bis 2021 ca. acht bis zehn weitere Maßnahmen vorgesehen.

v.l.n.r.: Gerd Böhner, stv. Verbandsratsvorsitzender, Uwe Töpfer, Vorsitzender Wasserwirtschaftsausschuss, Dr. Viktor Mertsch, MKULNV NRW, Prof. Dr. Lothar Scheuer, Vorstand Aggerverband, Hubert Scholemann, Abteilungsleiter Aggerverband


07.04.2016

Gummersbach. Zum 15. mal verlieh der Aggerverband in Zusammenarbeit mit der TH-Köln, Campus Gummersbach, seinen Förderpreis. Prämiert wurden in diesem Jahr zwei herausragende Abschlussarbeiten mit einem wasserwirtschaftlichen Bezug. Die diesjährige Preisverleihung fand im Konferenzraum "Kienbaum" in der Technischen Hochschule auf dem Steinmüllergelände statt.

 Die Preisträger für 2016 lauten: 

  • 1. Preis, dotiert mit 900,00 €, Bachelor of Engineering Patrick Wache

 

  • Thema: Betriebswirtschaftliche Analyse innovativer Entsorgungswege für kommunalen Klärschlamm bei einem regionalen AbwasserzweckverbandBetreuung: Prof. Dr. Michael Bongards (TH Köln, Campus Gummersbach), Prof. Dr. Arno Bitzer (TH Köln, Campus Gummersbach)Die veränderten gesetzlichen Regelungen erfordern eine Neuausrichtung der Klärschlammentsorgung des Aggerverbandes. Während die 24.000 Tonnen Schlämme wegen ihres Phosphorgehaltes früher in die Landwirtschaft verbracht wurden, werden die Schlämme seit 2014 in einer Monoverbrennungsanlage in Hagen thermisch verwertet.Neben der klassischen Verbrennung in Wirbelschichtöfen existieren weitere Verfahren zur thermischen Verwertung, die auch in kleineren Anlagengrößen zum Einsatz kommen und die die Ziele einer künftigen Abfallwirtschaft erfüllen. Im Rahmen der Bachelorarbeit werden zwei erfolgversprechende Verfahren miteinander verglichen, eine Pyrolyse und die hydrothermale Karbonisierung. Bei der Pyrolyse erfolgt eine Verschwelung. Bei der hydrothermalen Kabonisierung entsteht nach einem thermischen Prozess ein kohleähnlicher Stoff, der als Dünger geeignet ist.Herr Wache hat gemeinsam mit dem Aggerverband geeignete Anbieter ausgewählt und die technischen und kaufmännischen Daten erfragt. Er hat die Verfahren in technischer und betriebswirtschaftlicher Sicht analysiert, Vor- und Nachteile herausgearbeitet und miteinander vergleichen. Für beide Verfahren hat er eine Rentabilitätsrechnung durchgeführt, die die Basis für weitere Ermittlungen und eine spätere Investitionsentscheidung des Aggerverbandes sind.

            2. Preis, dotiert mit 600,00 €, Master of Science Dennis Betz

 

  • Thema: Entwicklung und Programmierung von Standard-Reglern für kommunale Kläranlagen in LabVIEWBetreuung: Prof. Dr. Dr. Wolfgang Halang (FernUniversität in Hagen), Prof. Dr. Michael Bongards (TH Köln, Campus Gummersbach)  Moderne Kläranlagen verfügen über eine umfangreiche Mess- und Automatisierungstechnik. Häufig verfügen diese Techniken noch über weiteres Potenzial zur Verbesserung der Prozessführung mit der Folge von Einsparung von Energie für die Belüftung oder der Reduzierung der Fällungsmittel. Dadurch können Kläranlagen wirtschaftlicher und mit weniger Umweltbelastungen betrieben werden.  Herr Betz hat im Rahmen seiner Masterarbeit am Beispiel einer hessischen Kläranlage einen Regler für die Automatisierung der Prozessführung mit Hilfe der grafischen Programmierung LabVIEW entwickelt und getestet. Die dort gewonnen Ergebnisse bestätigen die an Anlagen des Aggerverbandes gewonnenen Erkenntnisse und geben Hinweise zur Weiterentwicklung der Regler. Insbesondere konnte auf der hessischen Anlage eine Reduzierung des zu dosierten Kohlenstoffs erreicht werden. Wesentliche Randbedingung für einen Regler ist die zuverlässige Funktion bei unterschiedlichsten Betriebszuständen wie Trockenwetter oder Regenwetter. Über drei Monate wurde die Anlage erfolgreich betrieben. Die Software hat sich dort gut bewährt und ihre Stabilität und Funktionsfähigkeit in der Praxis bewiesen.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Lothar Scheuer, Vorstand Aggerverband, Gerd Böhner, stv. Verbandsratsvorsitzender, Patrick Wache, Preisträger, Dennis Betz, Preisträger, Ulrich Stücker, Verbandsratsvorsitzender, Prof. Dr. Michael Bongards, TH Köln

  


  

14.01.2016

Rundumweg der Aggertalsperre wird vom 18. Januar 2016 bis voraussichtlich zum 30. Januar 2016 gesperrt.

Weitere Informationen

 

10.07.2015

Medieninformation 327 des Rhein-Sieg-Kreises  

Von der Fischteichanlage zum Biotop

Rhein-Sieg-Kreis (ke) – Grasfrösche, Erdkröten und Molche sind bereits „eingezogen“ und fühlen sich pudelwohl. Im letzten Winter haben die Untere  Landschaftsbehörde des Rhein-Sieg-Kreises und der Aggerverband die ehemalige Fischteichanlage im Hoverbachtal  bei Ruppichteroth-Schönenberg naturnah umgestaltet. Jetzt ist das Projekt weitestgehend abgeschlossen.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wo der Hoverbach zuvor kanalartig in einem begradigten, engen Bett verlief, hat er jetzt ausreichend Platz zur Entfaltung. Dabei wurde besonders darauf geachtet, dass sich die in einem natürlichen Gewässer vorhandenen Strukturen wie stark und schwach durchströmte Bereiche ausbilden können. Totholz sorgt dafür, dass sich der Hoverbach zu einem naturnahen Gewässer „ausbreiten“ kann. Bereits jetzt entwickeln sich die Bereiche positiv. Aber auch in Zukunft wird sich noch etwas tun: Entlang des Baches soll ein naturnaher Saum aus Gehölzen entstehen.

Unmittelbar an den geplanten Gehölzstreifen angrenzend wird aktuell eine artenreiche Wiese entwickelt, die mit einer speziell für den Standort zusammengestellten Saatgutmischung aus demselben Naturraum „bestückt“ wurde. Aufgrund der trockenen Witterung brauchte das Saatgut ein wenig „Anlaufzeit“, inzwischen sind die Sämlinge aber gut zu erkennen. Damit die Wiese auch artenreich bleibt, wird dieser Teilbereich künftig zweimal jährlich im Auftrag der Unteren Landschaftsbehörde gemäht.

Inmitten der Wiese wurde ein Amphibienlaichgewässer angelegt, das schon von einer großen Anzahl „tierischer Mitbewohner“ angenommen wurde. Damit Grasfrösche, Erdkröten, Molche und weitere Arten den kleinen „Tümpel“ weiterhin als Laichgewässer nutzen können, ist es jedoch wichtig, dass keine Fische eingesetzt werden. „Leider werden Amphibienlaichgewässer insbesondere zu Beginn der Sommerferien immer wieder als Entsorgungsmöglichkeit für Zierfische genutzt. Aber schon das Einsetzen von wenigen Fischen kann dazu führen, dass das Gewässer seine Funktion verliert“, erklärt Christoph Rüter, Leiter der Fachabteilung Naturschutz im Amt für Natur- und Landschaftsschutz des Rhein-Sieg-Kreises.

Darüber hinaus bittet die Untere Landschaftsbehörde die Bürgerinnen und Bürger, die Flächen nicht zu betreten. Sie sind noch nicht ausreichend stabilisiert, so dass das Risiko besteht, tief einzusinken. Außerdem sollen sich Flächen und „Bewohner“ möglichst ungestört entwickeln können,

Durch die Umgestaltung des Hoverbachs werden die Ziele des Artenschutzes und der europäischen Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt. Das Gesamtprojekt kostete rund 40.000 Euro, ca. 70 Prozent der Kosten übernahm der Rhein-Sieg-Kreis, die verbleibenden rund 30 Prozent trug der Aggerverband, der diesen Anteil gleichzeitig in sein Ökokonto einbuchen konnte. Die Bauleitung hatte das Ingenieurbüro Holzem & Hartmann inne. Beim Rhein-Sieg-Kreis oblag die Projektleitung Elke Säglitz, beim Aggerverband zeichnete Silke Leuchtenberg für das Projekt verantwortlich. Zu Beginn der Maßnahme wurden die noch in den Teichen vorhandenen Fische, Krebse und Muscheln von der Sieg Fischerei-Genossenschaft abgefischt und in andere Fischteiche umgesetzt.

 

Vor der Durchführung

 

Nach der Umgestaltung 
Fotos: Rhein-Sieg-Kreis
 

 

08.06.2015

Gewässergüte an der Aggertalsperre und dem Strandbad Bruch exzellent

Gummersbach. Das Umweltamt NRW hat vor wenigen Tagen die neue Badegewässerkarte 2015 für Nordrhein-Westfalen vorgestellt.

Im Bereich des Aggerverbandes gibt es zwei Badegewässer an Talsperren. Zum einen das Strandbad Bruch, das von den Stadtweken Gummersbach betrieben wird und zum anderen die Badestelle am Campingplatz in Gummersbach-Lantenbach.

Der Vorstand des Aggerverbandes, Prof. Dr. Lothar Scheuer und der  für die Stadtwerke zuständige Betriebsleiter Harald Kawczyk teilten in einer gemeinsamen Presseerklärung mit, dass beide Bereiche mit der höchsten Bewertung "ausgezeichnete Wasserqualität" versehen wurden.

"Jetzt kann der Sommer mit tollem Wetter und Badetemperaturen Einzug Halten. Dann steht dem Badevergnügen an beiden Talsperrenbereichen nichts nehr im Wege", waren sich beide Herren einig.

Weiter Informationen können über die Homepages  www.badegewaesser.nrw.de  oder www.obk.de/badegewaesser bezogen werden.

 

Foto: Günter Nagel
v.li. n.re.: Harald Kawczyk, Betriebsleiter Stadtwerke Gummersbach, Prof. Dr. Lothar Scheuer, Vorstand Aggerverband, Gisela Hück, Gesundheitsamt Oberbergischer Kreis,
Dr. Jörg Nürmberger, Gesundheitsdezernent Oberbergischer Kreis    

                                                                                                                                  


 

27.04.2015

Tag der Erneuerbaren Energien mit Sven Plöger

Gummersbach. 400 Gäste folgten der Einladung der AggerEnergie und des Aggerverbandes zum Tag der Erneuerbaren Energien in die Halle 32 nach Gummersbach. Dass so viele interessierte Bürger kamen, lag nicht zuletzt daran, dass man für den Vortrag den bekannten Wettermoderator und Klimaexperten Sven Plöger für den Abend als Moderator gewinnen konnte.

Herr Plöger erklärte den Zuhörern sehr anschaulich, dass es den Klimawandel gibt  und wies auf die Dringlichkeit der Energiewende hin. Die Zukunft liege in der Kraft von Sonne, Wind und Wasser. Der Aggerverband nutzt die Wasserkraft bereits seit 1930 an der Aggertalsperre. Heute betreibt er regenerierbare Energien in Form von 8 Photovoltaikanlagen, 19 Blockheizkraftwerken und 2 Wasserkraftturbinen. Diese Anlagen setzte der Fotoclub AggerFoto in einer interessanten Ausstellung im Foyer der Halle 32 gekonnt in Szene. Ausserdem präsentierte der Erdkundekurs des Lindengymnasiums seine Ergebnisse zum ökologischen Fußabdruck.

 

v.li. n.re.: Ulrich Stücker (1.Beigeordneter Stadt Gummersbach), Prof. Dr. Lothar Scheuer (Vorstand Aggerverband),
Wettermoderator Sven Plöger, Frank Röttger und Uwe Töpfer (beide Geschäftsführer AggerEnergie)                                                              
Foto: Günter Nagel

 

 

 Wettermoderator und Klimaexperte Sven Plöger                                                                                                   Foto: Günter Nagel

 


 

23.04.2015

Girls' Day2015

 

Brunohl. Zum 11. Mal beteiligte sich der der Aggerverband am Girls' Day, einer Aktion des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 

17 Schülerinnen der Jahrgangsstufen 7 und 8 der Realschule Gummersbach-Steinberg, der Gesamtschule Gummersbach-Derschlag und anderen Schulen erhielten an diesem Tag die Möglichkeit, sogenannte "Männerberufe" aus der Nähe zu betrachten.

Insgesamt bietet der Aggerverband 26 Ausbildungsplätze in 12 Berufen unterschiedlicher Fachrichtungen an. Am Girls' Day stellte der Aggerverband vier davon auf der Kläranlage Brunohl vor:

  • Fachkraft für Abwassertechnik
  • Fachkraft für Rohr und-, Kanal- und Industrieservice
  • Wasserbauer/in
  • Forstwirt/in

Mit dem Vermitteln der Theorie haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Aggerverbandes nicht zufrieden gegeben. Nach einer kurzen Begrüßung wurden die Schülerinnen gruppenweise angehalten, sich an den einzelnen Berufsstationen aktiv einzubringen. So hatten sie die Möglichkeit, Bagger und Planierraupe zu fahren, eine TV-Kanal-Kamera zu betätigen, Wasserproben zu analysieren und die Axt beim Spalten schwingen zu lassen.

Abschließend gab Frau Schnorrenberg aus der Personalabteilung noch einmal den Hinweis, dass alle Informationen zu Ausbildungs- und Praktikumsplätzen über www.aggerverband.de abrufbar sind.

 

 Gruppenfoto zum Abschluss des Girls' Day am 23.04.2015 auf der Kläranlage des Aggerverbandes in Brunohl


 

20.03.2015

Förderpreisverleihung anlässlich des internationalen Tag des Wassers

Gummersbach. Der internationale Tag des Wassers steht 2015 unter dem Motto „Wasser und nachhaltige Entwicklung“. Damit wollen die Vereinten Nationen das Bewusstsein der Menschen für die Ressource Wasser schärfen, denn sie bildet die Grundlage für viele Bereiche. Dazu zählen die Felder Wasser und Gesundheit, Wasser und Ernährung, Wasser und Umwelt, Wasser in urbanen Räumen sowie Wasser und Energie.

Trotz großer Fortschritte verfügen immer noch 748 Millionen Menschen nicht über Zugang zu gutem Trinkwasser und mehr als 2,5 Milliarden nicht über eine geordnete Abwasserbehandlung. Für uns sind eine sichere Versorgung mit Trinkwasser und die Reinigung des Abwassers mit weitergehenden Anforderungen selbstverständlich.

Im Rahmen des nachhaltigen Wassermanagements beteiligt sich der Aggerverband an einem Projekt zur Steigerung der Energieeffizienz der Wasserversorgung u.a. gemeinsam mit dem Wupperverband (ENERWA). Mit der FH Gummersbach sind wir an einem europäischen Projekt zur Energieeinsparung auf Kläranlagen beteiligt (ENERWATER).

So, wie die Vereinten Nationen mit dem Tag des Wassers auf die Bedeutung des Lebensmittels Nr. 1 hinweisen wollen, möchte der Aggerverband mit dem seit 2001 verliehenen Förderpreis das Interesse der jungen Menschen am Thema Wasser stärken.

In diesem Jahr werden zwei herausragende Bachelorarbeiten ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand traditionell in der Fachhochschule auf dem Steinmüllergelände statt.

 

Die Preisträger für 2015 lauten:

 1. Preis, dotiert mit 900,00 €, Bachelor of Engineering Mario Moraht

Thema: Entwicklung und Validierung eines Bildanalyse-Verfahrens zur automatischen Bestimmung der Toxizität von Wasserproben mit Biosensoren

Betreuung: Prof. Dr. Michael Bongards (FH Gummersbach), Prof. Dr. Rehorek (FH Leverkusen)

Zur Bestimmung der Toxizität von Abwässern existieren eine Reihe von genormten biologischen Verfahren. Neben dem Leuchtbakterientest und dem Daphnientest kann dies auch mit einem Test der Wachstumsrate von Wasserlinsen nach DIN EN ISO 20079 erfolgen. Diese Kenntnisse sind z.B. notwendig um zu entscheiden, ob ein industrielles Abwasser in eine kommunale Kläranlage eingeleitet werden kann oder der Ablauf in ein Gewässer erfolgen darf.

Das Verfahren beruht darauf, dass toxische Inhaltsstoffe von Abwasser das Wachstum der Wasserlinsen hemmen und nach einem Messzeitraum von sieben Tagen und unter verschiedenen Verdünnungsverhältnissen die Anzahl der Wasserlinsen und die von ihnen benetzte Oberfläche gemessen werden. Darüber hinaus wird der Chlorophyllgehalt bestimmt.

Herr Moraht hat ein Bildanalyse-Verfahren entwickelt, mit dem dieses Wachstum, d.h. die Anzahl der Linsen und die von ihr bedeckte Oberfläche automatisch erfasst werden können. Um zuverlässige Ergebnisse zu erzielen, hat Herr Moraht verschiedene Verfahren getestet. Neben der Entwicklung des Verfahrens hat er die Qualität durch Vergleichsmessungen überprüft. Für das von ihm weiterentwickelte System hat er ein strukturiertes Benutzerhandbuch erstellt.

 

 2. Preis, dotiert mit 600,00 €, Bachelor of Engineering Markus Neuhaus

Thema: Vergleich der Ergebnisse der hydrodynamischen und hydrologischen Schmutzfrachtsimulation für einen Kanalnetzteil von Bedburg

Betreuung: Prof. Dr. Rainer Feldhaus (FH Köln), Dipl.-Ing. Martin Bresser in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Fischer

Die hydrodynamische Schmutzfrachtberechnung ist in der Praxis noch wenig erprobt. Mit ihr werden die Restverschmutzungen prognostiziert, die von einer Mischwasserentlastung im Kanalnetz in ein Gewässer abgeschlagen werden kann. Sie sind eine wichtige Voraussetzung zur Abschätzung, ob Gewässer künftig die Forderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie einhalten werden. Am Beispiel der Mischwasserkanalisation in einem Teilbereich der Stadt Bedburg sollte die Untersuchungsmethodik zur Bestimmung der aus einem Stauraumkanal entlasteten Schmutzfrachten angewandt und mit den Ergebnissen einer hydrologischen Schmutzfrachtberechnung verglichen werden. Es wurden die kommerziellen Programme HYSTAM-EXTRAN und MOMENT eingesetzt.

 Herr Neuhaus hat beide Modelle aufgestellt und für die Eingangsdaten eine Sensitivitätsanalyse der Eingangsdaten vorgenommen. Für die hydrodynamische Untersuchung wurden von Herrn Neuhaus fehlende Daten sinnvoll abgeschätzt, fehlende Softwarebausteine der hydrodynamischen Berechnung ergänzt. Aufgrund der Ergebnisse hat Herr Neuhaus eine Handlungsanweisung zum Umgang mit hydrodynamischen Modellen bei vergleichbarer Aufgabenstellung formuliert.

 

Foto: Liane Nagel; v. l. n .r. Herr Ulrich Stücker (Verbandsratsvorsitzender des Aggerverbandes und Erster Beigeordneter der Stadt Gummersbach), Förderpreisträger Mario Moraht,
Förderpreisträger Markus Neuhaus und Prof. Dr. Lothar Scheuer (Vorstand des Aggerverbandes)

 

22.01.2015

Kreisfinale „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ an der Wiehltalsperre

 

Über 700 Schüler und Schülerinnen der neunten Klassen der allgemeinbildenden Schulen aus Oberberg nahmen am diesjährigen Quiz „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ teil.

14 von Ihnen wurden von den Wirtschaftsjunioren Oberberg in die Räumlichkeiten des Aggerverbandes an der Wiehltalsperre zum Kreisfinale eingeladen.

Nach der Durchführung des Quiz brachen die Schüler, Lehrer und Eltern zusammen mit dem Talsperrenmeister Raimond Hauschka zu einer spannenden Führung durch den Damm, den Entnahmeturm und den Entnahmestollen der Wiehltalsperre auf.

Bei der anschließenden Siegerehrung durch die Wirtschaftsjunioren Oberberg und den ständigen Vertreter des Vorstandes des Aggerverbandes, Herrn Thorsten Falk, wurde Florian Wulkesch vom Städtischen Lindengymnasium Oberberg mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Er setzte sich bei der Befragung über Politik, Wirtschaft, Allgemeinbildung, Ausbildung und Internationales gegen seine 13 Konkurrenten durch und darf nun am Bundesfinale in Nürnberg im März 2015 teilnehmen.

 

Wir wünschen ihm dazu viel Erfolg!

 

 Florian Wulkesch (vorne links im Bild) gewann das diesjährige Kreisfinale "Wirtschaftswissen im Wettbewerb) 

 

 

 Schüler, Lehrer und Eltern zusammen mit dem Talsperrenmeister Raimond Hauschka 

(Fotos: Katja Bois)   

                                               

16.09.2014

Kommunalwahlen brachten viele Änderungen in den Gremien des Aggerverbandes

1. Beigeordneter Ulrich Stücker, Stadt Gummersbach, zum neuen Vorsitzenden des Verbandsrates gewählt.

Die Kommunalwahlen haben auch in den Gremien des Aggerverbandes zu zahlreichen Veränderungen geführt.

Die wichtigste Neuerung gab es im Verbandsrat des Aggerverbandes. Nachdem im Mai diesen Jahres der bisherige Vorsitzende, Herr Peter Thome, in den Ruhestand trat, wurde eine Neuwahl notwendig.

Der Verbandsrat wählte gestern in seiner 7. Sitzung der 5. Amtsperiode einstimmig den 1. Beigeordneten der Stadt Gummersbach, Herrn Ulrich Stücker, zum neuen Vorsitzenden.

Stücker ist 48 Jahre alt und stammt aus Wuppertal. Nach seinem Studium in Dortmund ist er seit 1996 bei der Stadt Gummersbach tätig. Vor einigen Monaten ist er dort zum 1. Beigeordneten bestellt worden. Zu seinem Geschäftsbereich gehören u. a. die Stadtwerke Gummersbach.

 

                                           Ulrich Stücker

                        

Darüber hinaus wählte die Verbandsversammlung in ihrer 4. Sitzung gestern folgende Personen in die einzelnen Gremien:

a)        Verbandsrat:

Wilfried Holberg, Bürgermeister Stadt Bergneustadt

Johannes Heister, Ratsmitglied Gemeinde Reichshof

Ulrich Reichelt-Münster, Fachbereichsleiter Stadt Gummersbach

Norbert Büscher, Bürgermeister Gemeinde Much

Ulrike Gebe, Ratsmitglied Gemeinde Engelskirchen

 

b)        Finanzausschuss:

Raoul Halding-Hoppenheit, Beigeordneter Stadt Gummersbach

Willi Hembach, Kämmerer Gemeinde Kürten

Rüdiger Kulartz, Kämmerer Gemeinde Much

 

c)         Wasserwirtschaftsausschuss:

Rüdiger Gennies, Bürgermeister Gemeinde Reichshof

Nicole Sander, Bürgermeisterin Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid

Michael Berkenkopf, Geschäftsführer Stadtwerke Meinerzhagen

Uwe Töpfer, Geschäftsführer AggerEnergie GmbH

Stefan Meisenberg, Bürgermeister Gemeinde Marienheide

Dirk Baier, Geschäftsführer Stadtwerke Wissen

 

12.09.2014

Spatenstich für den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Gummersbach-Vollmerhausen

Der Aggerverband baut in Kooperation mit der Stadt Gummersbach und dem Landesbetrieb Straßenbau NRW, Regionalniederlassung Rhein-Berg in Gummersbach-Vollmerhausen, zwischen Westtangente und der Bahnlinie RB 25 Gummersbach-Köln ein Hochwasserrückhaltebecken(HRB) im Rospebach. Es dient dazu, die Hochwasserspitzen aus dem Einzugsgebiet des Rospebaches  zwischen zu speichern und reduziert durch die vorhandene Verrohrung an die Agger weiter zu leiten.

Im Rahmen eines symbolischen Spatenstichs, stellte der Vorstand des Aggerverbandes, Prof. Dr. Lothar Scheuer, die Baumaßnahme der Öffentlichkeit vor. Seine Ausführungen ergänzten die Leiterin des Landesbetrieb Straßenbau NRW, Regionalniederlassung Rhein-Berg, Dipl.-Ing. Elke Bisoke und der 1. Beigeordnete der Stadt Gummersbach, Ulrich Stücker. Anschließend erfolgte eine Führung über die Baustelle, die der Abteilungsleiter Planung, Dipl.-Ing. Hubert Scholemann, vornahm.

Die Starkniederschläge der letzten Jahre, insbesondere das Hochwasser 2001, haben zu Überschwemmungen im Ortsteil Vollmerhausen geführt. Auch die aktuellen Hochwasserrisikountersuchungen der Bezirksregierung Köln aus dem Jahre 2013 zeigen die Notwendigkeit dieser Baumaßnahme.

Darin wurde der Rospebach als hochwassergefährdet eingestuft. Aufgrund dieser Einstufung bestand die Möglichkeit, zur Finanzierung dieser Hochwasserschutzmaßnahme eine Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen zu erhalten. Tatsächlich beteiligt sich das Land an den Gesamtkosten von rd. 2,3 Mio Euro mit einer Fördersumme von 1,45 Mio Euro. Den Rest teilen sich die Stadt Gummersbach mit 80% und der Landesbetrieb Straßenbau NRW mit 20%.

Das geplante Bauwerk weist folgende Eckdaten auf: 

Stauvolumen:                                  39.000 m³

Staulänge:                                           650 m

Staubreite:                                            30 m

Dammhöhe:                                          10 m

Weitergabemenge der Dros             11 m³/sec. 

Die Drosseleinrichtung zur Einhaltung der Weitergabemenge wird elektronisch gesteuert. Messeinrichtungen hinter der Drossel kontrollieren permanent den Durchfluss; diese geben bei steigendem Wasserstand im Gewässer das Signal zur Absenkung des Schützes. 

Bereits Anfang dieses Jahres wurden - aus Rücksicht auf die Tierwelt - die ersten Bäume gefällt. 

Der Bau beginnt mit dem Spatenstich am 12.09.2014 und wird voraussichtlich im September 2015 fertiggestellt.

 

Andreas Behle, Straßen- u. Tiefbau, Klaus Marenbach, Ingenieurbüro Donner und Marenabch, Andreas Ludwig, Firma Mess,
Harald Kawczyk, Betriebsleiter Stadtwerke Gummersbach, Prof. Dr. Lothar Scheuer, Aggerverband, Ulrich Stücker, Stadt Gummersbach,

Dipl.-Ing. Elke Bisoke, Landesbetrieb Straßenbau NRW

  

09.09.2014

Besuchergruppe des Bund Heimat und Umwelt ist zu Gast beim Aggerverband

Am 04. und 05.09.2014 hat der Bund Heimat und Umwelt ein zweitägiges Symposium „Energielandschaften Chancen und Risiken – der ländliche Raum in der Energiewende“ durchgeführt.

Im Rahmen dieses Symposiums fand eine Exkursion zur Aggertalsperre statt. 35 Teilnehmer konnte Prof. Scheuer am 04.09.2014 begrüßen. Im Anschluss erläuterten Herr Klopsch und Herr Schmitz den Betrieb der Talsperre. Die Besucher erhielten umfangreiche Erläuterungen über die Aufgaben und Funktion der Talsperre und über ihre Sicherheit.

Im Anschluss hatte die Gruppe Gelegenheit, die Wasserkraftanlage der AggerEnergie GmbH zu besichtigen, bevor die Rückreise startete.

        

(Begrüßung durch Prof. Dr. Lothar Scheuer, Aggerverband und Herrn Frank Röttger, AggerEnergie)    

                            

   (Begehung des Kontrollganges der Talsperrenmauer)

 

08.09.2014

Bergischer Landschaftstag 2014

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30.06.2014

Arzneimittel richtig entsorgen - unsere Gewässer schützen

 

 

(Thomas Preis, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des Apothekerverbandes Nordrhein, Dr. Gabriele Mickoleit, Gewässerschutzbeauftragte beim Aggerverband, Monika Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin BAV, Prof. Dr. Lothar Scheuer, Vorstand Aggerverband und Hubert Schauerte, Leitung Abteilung Abwasser beim Aggerverband)

 

Der richtige Umgang mit nicht mehr benötigten Medikamenten stellt viele Bürger immer noch vor Probleme. Seitdem die Apotheken nicht mehr verpflichtet sind, Alt- oder angebrochene Medikamente zurückzunehmen, werden sie vermehrt über die Toilette entsorgt und gelangen so über das Abwasser in die Umwelt. „Neben dem Anteil an Arzneimitteln, die über den Körper in die Toilette gelangen, gibt es eine vermeidbare Verunreinigung von 20%, die durch achtlos über das Abwasser entsorgte Medikamente verursacht wird. Dies bedeutet nicht nur, dass die Reinigung des Abwassers mit großem Aufwand und hohen Kosten verbunden ist, sondern dass bereits geringe Konzentrationen von Medikamentenrückständen bleibende Schäden bei Kleinstlebewesen in Bächen und Flüssen hervorrufen können“, erklärt Herr Prof. Scheuer.

Der Aggerverband und der Bergische Abfallwirtschaftsverband haben daher einen gemeinsamen Leitfaden für die umweltgerechte Entsorgung nicht mehr benötigter Medikamente entworfen. Unterstützt wurden Herr Prof. Scheuer, Vorstand des Aggerverbandes und  Frau Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführering BAV, von Herrn Preis, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des Apothekerverbandes Nordrhein.
„Grundsätzlich ist die Entsorgung der nicht mehr benötigten Medikamente über das Schadstoffmobil die sicherste Lösung, aber auch die Entsorgung über die Restmülltonne ist erlaubt“, so Frau Lichtinghagen-Wirths. Aus Angst, dass diese Medikamente dann allerdings in die Hände von Kindern oder Unbefugten gelangen könnten, “ ist es ratsam, Tabletten beispielsweise in Zeitungspapier einzuschlagen und so zu tarnen“, ergänzte Herr Preis. Er riet außerdem, benutzte Spritzen und Kanülen in stichfesten Gefäßen und benutzte Pflaster, jeglicher Art, nur gefaltet zu entsorgen.

In den nächsten Tagen wird der Leitfaden an die Apotheken im Verbands- und Versorgungsgebiet des Aggerverbandes und des  Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes verteilt.

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