Die Aggertalsperre: Staumauer aus der Vogelperspektive.
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Aggerverband plant Umsetzung weiterer Maßnahmen zur Hochwasserprävention

Schaffung von Retentionsraum an der Leppe im Bereich Engelskirchen-Blumenau (Quelle: Aggerverband)

Gummersbach. Ungewöhnlich starke Niederschläge hatten im Juli 2021 auch im Einzugsgebiet der Leppe zu erheblichen Überflutungen und Schäden geführt.

Im Rahmen der Novellierung des Landeswassergesetz (LWG), welche den Ausgleich von kleineren Eingriffen in den Gewässerrückhalteraum über ein sog. zentrales Hochwasserschutzregister ermöglicht, hatte der Aggerverband bereits begonnen, ein Retentionsraumkonzept für den Unterlauf der Leppe aufzustellen. In das Hochwasserschutzregister werden neu geschaffene Retentionsräume eingebucht und den Eingriffen gegenübergestellt.

Ein potenzieller Retentionsraum wurde an der Leppe in Höhe der Ortslage Engelskirchen-Blumenau identifiziert. Neben dem primären Ziel des naturnahen Retentionsraumausgleichs soll auch eine ökologische Aufwertung der Gewässerlandschaft erfolgen.

Die heute landwirtschaftlich genutzten Flächen sollen in Flächen mit auenähnlichen Charakter überführt werden, sodass eine Wiederbesiedlung mit auentypischen Tierarten und Pflanzen ermöglicht wird. Hierzu zählen zum Beispiel Amphibien, verschiedene Vogelarten wie Eisvogel und Wasseramsel, Insekten sowie Schwarzerlen und Weiden. Gleichzeitig soll durch eine muldenartige Vertiefung Retentionsvolumen geschaffen werden, um sowohl eine Verlangsamung des Abflusses als auch einen natürlichen Wasserrückhalt zu erreichen.

Zur Umsetzung des Projektes hat der Aggerverband jetzt im ersten Schritt Flächen von Privat und StraßenNRW erworben und eng mit der Gemeinde Engelskirchen zusammengearbeitet.

„Mit der Gemeinde Engelskirchen wurde eine Vereinbarung geschlossen, welche den Kauf einer Kernfläche und die Inanspruchnahme von Retentionsraum durch die Gemeinde regelt,“ erläutert Wim Dissevelt, Leiter der Abteilung Talsperren und Fließgewässer des Aggerverbandes. „Somit sind jetzt die grundsätzlichen Voraussetzungen geschaffen, Hochwasserschutz zu gewährleisten und weitere Planungsschritte gehen zu können“, stellt Bürgermeister Dr. Gero Karthaus fest.

Nach der noch bis Anfang 2023 andauernden Planungsphase soll das Gesamtprojekt bis Ende 2023 fertiggestellt sein.

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