Die Aggertalsperre: Staumauer aus der Vogelperspektive.
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Aggerverband sichert die Trinkwasserversorgung für rund 150.000 Menschen nachhaltig

Aggerverband sichert die Trinkwasserversorgung für rd. 150.000 Menschen nachhaltig

Waldbröl. Der Aggerverband betreibt Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung und -verteilung und beliefert 500.000 Menschen mit 23 Mio. m³ Trinkwasser pro Jahr. Das Trinkwasser wird aus zwei Talsperren gewonnen und in den Wasserwerken Erlenhagen (Genkeltalsperre) in Gummersbach und Auchel (Wiehltalsperre) in Reichshof, aufbereitet.

Neben der Versorgung der Kommunen im Oberbergischen Kreis wird Trinkwasser auch an angrenzende Verbände und Wasserversorger abgegeben. So beliefert der Aggerverband über eine Fernwasserleitung bis zur Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz unter anderem den Zweckverband Wasserversorgung Kreis Altenkirchen (WKA) mit seiner Betriebsführerin, der Stadtwerke Wissen GmbH.

Diese Transportleitung DN 600 aus duktilem Gusseisen, intern Rohrstrecke 25 a genannt, wurde im Jahr 1975 gebaut. Sie führt über gut 7 km Länge vom Hochbehälter Freiheit zum Übergabeschacht Seifen. Mittels dieser Leitung werden jährlich über 7 Millionen m³ Trinkwasser in den benachbarten Landkreis Altenkirchen geliefert und gleichzeitig die Gemeinde Morsbach und große Teile der Gemeinde Windeck mit Trinkwasser versorgt.

Um die Versorgung der dort lebenden 150.000 Einwohner dauerhaft zu sichern, wird nunmehr eine zweite Leitung, Rohrstrecke 25 b, gebaut. Es handelt sich um eine parallele Rohrleitung in einem Abstand von vier Metern zur vorhandenen Leitung. Die Parallelverlegung in die vorhandene Trasse stellt den geringsten Eingriff in die Natur dar. Entsprechende Verträge sind mit den Grundstückseigentümern im Vorfeld geschlossen worden und die Genehmigung des Oberbergischen Kreises als Untere Naturschutzbehörde wurde erteilt.

Nach Ausschreibung der Bauleistung betragen die Baukosten rd. 4 Mio. €. Mit dem Bau wurde im Mai 2019 begonnen. Die Fertigstellung ist für Juni 2020 vorgesehen. Als Rohrmaterial kommt erneut duktiles Gusseisen zum Einsatz, das bereits herstellerseitig mit einem inneren und äußeren Korrosionsschutz versehen ist.

Beim Bau wird das notwendige Bettungsmaterial für die Rohrleitung mithilfe besonderer Baumaschinen, sog. Separatoren, aus Aushubmaterial hergestellt. Damit entfällt der Transport von rund 4.500 m³ zusätzlichem Sand als Bettungsmaterial zur Baustelle. Dies entspricht rd. 550 LKW-Fahrten und ist somit ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz.

Durch die neue Leitung fließen dann täglich zwischen 15.000 m³ und 20.000 m³ Trinkwasser.

Die bisherige Leitung wird im Juli 2020 außer Betrieb genommen. Es erfolgt eine umfangreiche Inspektion und ggf. eine Sanierung. Später wird durch sie weiterhin Trinkwasser fließen. Damit ist für ein Großteil der Einwohner im Versorgungsgebiet die dauerhafte Trinkwasserversorgung gesichert und der Aggerverband sichert damit seine technische Infrastruktur.

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