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Genkeltalsperre

Die Genkeltalsperre liegt zwischen den Stadtgebieten Gummersbach und Meinerzhagen in einer landschaftlich sehr reizvollen Region. Die Hauptzuflüsse sind Genkel und Grotmicke. Rund um die Talsperre befindet sich ein Rundweg, der zum Wandern und Joggen einlädt. 2003 wurde ein Wasserlehrpfad angelegt.

Aufgaben der Genkeltalsperre

Die Genkeltalsperre ist die kleinere Trinkwassertalsperre des Aggerverbandes. Das Rohwasser der Genkeltalsperre wird im Wasserwerk Erlenhagen zu Trinkwasser aufbereitet. Gemeinsam mit der Wiehltalsperre versorgt der Aggerverband 500.000 Menschen mit rd. 25 Mio. m³ Trinkwasser pro Jahr. Zur Stromgewinnung wurde 2004 eine Durchströmturbine mit einer Leistung von 40 kW eingebaut. So werden jährlich 180.000 kWh regenerative Energie aus Wasserkraft erzeugt. Die hier gewonnene Energie wird zur Eigenversorgung genutzt.

Genkeltalsperre: Luftansicht Damm

Vorgeschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ruf nach einer zentralen Versorgung des Oberbergischen Kreises mit Trink- und Brauchwasser immer größer. Durch die anhaltende Trockenheit des Jahres 1947 und die sprunghafte Zunahme der Bevölkerung durch Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen war in der Trinkwasserversorgung in den nördlichen Kreisgebieten ein Notstand eingetreten. Die zahlreichen kleinen, örtlichen Wassergewinnungsanlagen reichten für eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser nicht mehr aus. Typhusepidemien in Waldbröl und Osberghausen waren die Folge, bei denen auch Todesopfer zu beklagen waren. Vorsorglich hatte man beim Bau der Aggertalsperre eine Entnahmeleitung für Trinkwasser eingebaut. Notgedrungen erklärten sich die Mitglieder der Aggertalgenossenschaft damit einverstanden, Trinkwasser aus der Aggertalsperre zu entnehmen. Die ersten Bauarbeiten zum Bau eines Wasserwerkes wurden im Frühjahr 1947 in Angriff genommen. 1949 nahm das Wasserwerk Erlenhagen seinen Betrieb auf und lieferte sauberes Trinkwasser nach Bergneustadt. Es wurde der Plan gefasst, eine Gruppenwasserversorgungsanlage zu erstellen. Zunächst gab es Überlegungen, eine kleinere Talsperre in der Talbecke zu errichten. Doch dieser Plan wurde schnell wieder verworfen. Stattdessen entschied man sich für eine größere Talsperre oberhalb der Aggertalsperre. Das Gebiet war sehr niederschlagsreich und kaum besiedelt, ideal für eine Trinkwassertalsperre. 1950 beschloss der Aggerverband den Bau der Genkeltalsperre. Die Bauzeit betrug drei Jahre. Die Baukosten lagen bei ca. 68,5 Mio. DM, entsprechend 35,024 Mio. Euro. Nach Fertigstellung der Genkeltalsperre wurde die Rohwasserentnahme aus der Aggertalsperre eingestellt.

Schutz des Trinkwassers

Besondere Bedeutung im Zusammenhang mit der Trinkwassergewinnung kommt dem Schutz des Einzugsgebietes vor schädlichen Verunreinigungen zu. Um das Wasser bereits vom Ursprung her von Verunreinigungen freizuhalten, ist das Einzugsgebiet der Genkeltalsperre und der Aggerüberleitung Badinghagen durch eine intensive Kooperation mit der Landwirtschaft geschützt. Durch die Kooperation konnten viele Vorteile für die Landwirtschaft und den Gewässerschutz erreicht werden.

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