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Wiehltalsperre

Die Wiehltalsperre ist eine Trinkwassertalsperre im Süden des Oberbergischen Kreises. Sie ist die größte Talsperre des Aggerverbandes. Im Laufe der Jahre hat sich eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt entwickelt. Unter Berücksichtigung der Wasserschutzgebietsverordnung hat die Forstverwaltung ein ausgedehntes Wegenetz für die Besucher angelegt. In Zusammenarbeit mit dem Verkehrsamt Reichshof werden regelmäßig geführte Wanderungen über verbotene Wege angeboten. Im Vorbecken Hohl befindet sich die kleine Krombacher-Insel, die fast jeder aus der Fernsehwerbung kennt. 2011 wurde ein Aussichtspunkt errichtet, von dem man einen freien Blick auf die Insel hat. In der Nähe der Ortschaft Heischeid befindet sich ein weiterer Aussichtspunkt, der Auchel-Fjord.

Aufgaben der Wiehltalsperre

Die Wiehltalsperre liefert gemeinsam mit der Genkeltalsperre das Rohwasser für die Trinkwasserversorgung. Das Rohwasser aus der Wiehltalsperre wird im Wasserwerk Auchel zu Trinkwasser aufbereitet und an die öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen geliefert. Diese beiden Talsperren versorgen 500.000 Menschen mit rd. 25 Mio. m³ Wasser in einem Jahr. Außerdem wird der Höhenunterschied zwischen Talsperrenwasserspiegel und Vorbehandlungsbecken zur Stromgewinnung genutzt.

Die Wiehltalsperre: ein Naturparadies im Süden des Oberbergischen Kreises, reich an Wasser, Wäldern, Wanderwegen und einer noch intakten Natur.

Vorgeschichte

Zur Deckung des rasch steigenden Trinkwasserbedarfs im Oberbergischen, im Rheinisch-Bergischen und im Rhein-Sieg-Kreis in den 1960er-Jahren, plante der Aggerverband im oberen Wiehltal den Bau einer weiteren Talsperre mit angeschlossenem Wasserwerk. Als Grundlage der Versorgung diente bisher die von 1950 bis 1953 erbaute Genkeltalsperre, die rund 8 Mio. m³ Trinkwasser bereitstellen kann. Geplant wurde die neue Talsperre zwischen den Ortschaften Brüchermühle und Wildbergerhütte. Als Sperrenstelle bot sich eine Talverengung bei Ufersmühle an. Insgesamt mussten elf Dörfer mit 450 Einwohnern der Talsperre weichen. Mit 46 Ortschaften und Weilern, in denen 4.500 Menschen wohnten, war das Einzugsgebiet sehr zersiedelt. Alle Ortschaften im Einzugsgebiet der Wiehltalsperre wurden kanalisiert und an eine zentrale Kläranlage in Ufersmühle angeschlossen. Auch bedeutungsvolle Verkehrswege mussten verlegt werden wie zum Beispiel die B 256 und die alte Wiehltalstraße, die durch das Talsperrengebiet führte. Die Baukosten lagen bei ca. 217 Mio. DM, entsprechend 111 Mio. Euro. Im September 1975 nahm das Wasserwerk Auchel seinen Betrieb auf.

Schutz des Trinkwassers

Besondere Bedeutung im Zusammenhang mit der Trinkwassergewinnung kommt dem Schutz des Einzugsgebietes vor schädlichen Verunreinigungen zu. Um das Wasser bereits vom Ursprung her von Verunreinigungen freizuhalten, ist das Einzugsgebiet der Wiehltalsperre unter Schutz gestellt. Durch eine intensive Kooperation mit der Landwirtschaft konnten hier viele Vorteile für die Landwirtschaft und den Gewässerschutz erreicht werden.

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